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Die Herrschaft des Feuers(tsch) Manchmal dienen Fantasy-Filme dazu, aktuelle politische, wirtschaftliche oder ökologische Fehlentwicklungen unter dem glänzenden Deckmantel einer phantasievollen Darstellung zu kritisieren. J.R.R. Tolkiens "Herr der Ringe"-Saga ist ein oft genanntes Beispiel dafür. Doch was möchte der spektakulär inszenierte Actionfilm "Herrschaft des Feuers" (2002, nun bei ProSieben) bemängeln? Vielleicht sollte nicht immer tiefschürfend gefragt werden, zumindest spielte das Abenteuer knapp 43 Millionen Dollar in den USA ein (in Deutschland drei Millionen Euro). ProSieben zeigt das Spektakel nun als Free-TV-Premiere. Anzeige Sinnfreie Gewaltauslebung mag manchem als Intention für ein Fantasy-Abenteuer reichen. Im infernalen Endzeit-Spektakel von "Akte X - Der Film"-Regisseur Rob Bowman kämpft eine Horde Menschen Ende des 21. Jahrhunderts gegen Furcht erregende Drachen, die nicht einfach nur Feuer spucken, sondern - ganz modern - mit einer Art biologischem Napalm ihrem zerstörerischen Werk nachgehen. Die Biester sind klug, können am Tage wunderbar, nachts noch ein bisschen besser ihre Beute jagen und ernähren sich von Asche. Alles in allem also durchaus unliebsame Kreaturen, die da den Globus überschwemmen und nur auf Zerstörung aus sind. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Quinn (Christian Bale). Er predigt in der kleinen Gemeinschaft, die er um sich gerottet hat, die Furcht vor den Drachen. Wenn die Kinder nur das kleinste Anzeichen eines von ihnen bemerken sollten, bedeute das, um sein Leben zu laufen und keineswegs zurückschauen. Eines Tages kommt der Weltenretter in Person (Matthew McConaughey) mit einigen Panzern vorbei. Er beweist seinen Kampfesgeist und beeindruckt durch einen Helikopter und weitere fortschrittliche Technik, um sein Ziel zu erreichen: Die Ausrottung des Feindes. Das Gemetzel kann beginnen. Die Crux des Films: Was hier überwiegt, ist keine Solidarität im besten Sinne (wie suggeriert), sondern die Verherrlichung militaristischer Freuden - geprägt von einer Kultur, die mit Waffen aufwuchs und es auch noch heute tut. Ein kritischer Ansatz zu aktuellen Thematiken ist nicht zu erkennen. Adrian Sturm |
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