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There Will Be Blood

There Will Be Blood

Nach seinem eher kleinen Zwischenfilm "Punch-Drunk Love" wagt sich Paul Thomas Anderson zum ersten Mal seit "Magnolia" (1999) wieder an ein großes Drama. Die Filmlänge von 158 Minuten ist nicht untypisch für den Regisseur, das Thema schon: Anderson versetzt den Zuschauer in die 1920er Jahre in Kalifornien und erzählt die Geschichte eines Mannes, der den American Dream verkörpert und scheitert. "There Will Be Blood" hat schon mehrere Nominierungen und Auszeichnungen erhalten und ist einer der heißen Kandidaten für den Oscar.

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Kinostart: 14. Februar 2008;
Verleih: Disney.
Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Ciaran Hinds, Paul Dano, Kevin J. Connor

Nach seinem eher kleinen Zwischenfilm "Punch-Drunk Love" wagt sich Paul Thomas Anderson zum ersten Mal seit "Magnolia" (1999) wieder an ein großes Drama. Die Filmlänge von 158 Minuten ist nicht untypisch für den Regisseur, das Thema schon: Anderson versetzt den Zuschauer in die 1920er Jahre in Kalifornien und erzählt die Geschichte eines Mannes, der den American Dream verkörpert und scheitert. "There Will Be Blood" hat schon mehrere Nominierungen und Auszeichnungen erhalten und ist einer der heißen Kandidaten für den Oscar. Manche Kritiker feiern den Film als die beste Leistung von Paul Thomas Anderson seit "Boogie Nights" (und halten ihn also für besser als Magnolia), andere bezeichnen ihn als langatmig und überschätzt. Über die Schauspielleistung von Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle sind sich allerdings alle einig: Der Film baut auf seine kraftvolle Darstellung des habgierigen und rauen Geschäftsmannes Daniel Plainview, der in den 1920er Jahren ins Ölgeschäft einsteigt und sich zu einem reichen Mann hocharbeitet. Stets mit dabei ist ein kleiner Junge (Dillon Freasier), den Plainview als Adoptivsohn und Partner zu seinen Geschäften mitbringt. Der Film basiert auf Upton Sinclairs Roman "Oil!" von 1927, das Drehbuch stammt ebenfalls von Regisseur Anderson. Das Drama verfolgt Plainviews Aktivitäten über drei Jahrzehnte und zeigt seine Metamorphose zu einem einsamen, kaltblütigen und traurigen Mann. Charakterstudien haben es oft an sich, etwas langweilig zu sein, doch bei Paul Thomas Anderson darf man guter Hoffnung sein: Er hat den Zuschauer eigentlich immer auch über so manche Längen seiner Filme zu tragen gewusst. Hoch gepriesen wird auch die Filmmusik: Für ein grandioses Getöse hat Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood gesorgt. Kameramann Robert Elswit wurde für seine Leistung für den Satellite Award nominiert und auch bei den Golden Globes wird die Rede von "There Will Be Blood" sein. Daniel Day-Lewis wurde als bester Hauptdarsteller in einem Drama und der Film in der Kategorie bestes Drama nominiert. Trotz der offiziellen Anerkennung sind die kritischen Stimmen aber nicht zu überhören. Bei der epischen Breite des Themas wisse man am Ende nicht mehr, worauf es Anderson eigentlich ankommt. Andererseits: Wovon handelt eigentlich "Magnolia"? Nicht wenige werden sagen: Von allem.

Vanya Müller


Daniel Day-Lewis in "There Will Be Blood"
Daniel Day-Lewis in "There Will Be Blood"

Datum: 05.01.2008

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