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Könige der Wellen
Anzeige Ja, auch Ratten können das Herz des Publikums erobern. Das bewies "Ratatouille"-Held Remy eindrucksvoll. Filmemacher, die bei der Wahl ihrer animalischen Hauptdarsteller auf Nummer sicher gehen möchten, greifen allerdings mit Vorliebe auf putzigere Tierchen zurück. Vor allem die Pinguine kamen in den vergangenen drei Jahren gar nicht aus der Arbeit heraus. "Die Reise der Pinguine" (2005) und "Happy Feet" (2006) sorgten für klingelnde Kassen. Auch das Animationsabenteuer "Könige der Wellen" (2007) um eine Gruppe Surf-verrückter Frackträger, die sich zum ultimativen Wellen-Wettkampf treffen, lockte hierzulande mehr als eine Million Zuschauer ins Kino. Nun erscheint das feucht-fröhliche Trick-Spektakel auf DVD und Blu-ray-Disc. Im Mittelpunkt der familientauglichen Geschichte steht der junge Felsenpinguin Cody Maverick. Der Einzelgänger strebt nach Anerkennung und Selbstbestätigung und kann es kaum erwarten, gegen die Besten der Besten im Surf-Kosmos anzutreten. Schließlich haben die Pinguine das Wellenreiten erfunden. Er verlässt seine Familie im antarktischen Shiverpool und macht sich auf nach Pen Gu Island, wo das legendäre "Big Z Memorial Surf Off"-Turnier veranstaltet wird. Nichts anderes als ein Sieg kommt für ihn in Frage. Doch der Eigenbrötler muss erkennen, dass surfen nicht alles ist im Leben. Auf seinem Weg lernt er eine Reihe ebenso skurriler wie liebenswerter Wettkampfkollegen und Surf-Freaks kennen, allen voran den verrückten Chicken Joe, der dem Film als Witzfigur dient und seiner Funktion alle Ehre macht. Wenn Cody gegen seinen Rivalen Tank (Panzer) Evans, einen selbstgefälligen Schrank von Pinguin mit einem Schlag bei Frauen, antreten muss, erkennt selbst der jüngste Zuschauer schnell, dass es am Ende nicht mehr um das Erreichen des ersten Platzes geht, sondern um eine wertvolle Erkenntnis, die da lauten muss: Der wahre Gewinner liegt nicht immer vorne. Das ist aber nicht die einzige Schlussfolgerung des flott inszenierten und für Kinderohren und -augen angemessen pointierten Trickabenteuers. Ganz nach der Tradition des Genres funktionieren auch die "Könige der Wellen" nach dem Prinzip Disney: Toleranz, Freundschaft, Loyalität werden propagiert und aufbereitet mit leichtem Witz, bunten Bildern und rasanten Surf-Szenen. Dass das erkenntnisreiche Portrait des jungen Helden dabei als Pseudo-Dokumentarfilm in Szene gesetzt wird, macht den großen Unterschied zu thematisch ähnlichen Vorgängerfilmen wie etwa "Happy Feet" aus. Aufnahmen einer wackeligen Handkamera wurden so realitätsnah nachgeahmt, dass es manchmal schwer zu unterscheiden ist, ob es sich tatsächlich nur um animierte Wellen aus dem Computer handelt. Für den deutschen Markt wurden einige prominente Synchronsprecher verpflichtet, darunter Robert Stadlober, Jessica Schwarz und Thomas Fritsch. Technisch steht die DVD auf hohem Niveau. Das Meer spritzt, die Pinguine glänzen in der Sonne: Vor allem optisch sind die "Könige der Wellen" ein Genuss. Die gestochen scharfen Bilder gefallen durch ihre Farbenpracht und gelungenen Kontrast. Der 5.1-Ton setzt zwar nur wenige, aber markige Surround-Effekte ein. Die hinteren Boxen werden hauptsächlich zur Wiedergabe der zahlreichen Hintergrundgeräusche oder fetziger Musik eingesetzt. Der Bonusteil der DVD ist umfangreich und äußerst liebevoll gestaltet. Die kleinen Pinguin-Freunde werden sich über die zahlreichen Spiele und das "'Z'urfer Lexikon" vom putzigen Arnold freuen, zumal diese Extras deutsch synchronisiert wurden. Die Dokumentationen für ein etwas älteres Zielpublikum, etwa über die Animation der Wellen, sind dagegen untertitelt. Im Bonusmaterial ist überdies der Oscar-prämierte Kurzfilm "The Chubbchubbs!" zu finden. Auch als Blu-ray (VÖ: 24.01.2008) erhältlich. Jan Treber bewertungsbox
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Credits: |
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