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Simple Minds: Black & White 050505

Simple Minds Black & White 050505

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Vielleicht liegt's ja an all diesen Jungspund-Bands, die sich ihre Inspirationen aus den 80er-Jahren holen. Auf jeden Fall ist dieses Jahre eine arge Kommulation von Veteranen-Veröffentlichungen zu beobachten. Tears For Fears, New Order, Echo And The Bunnymen, jetzt die Simple Minds: Es wird ein Herbst der alten Herren."Black & White 050505" gibt sich erstaunlich rotzig, erstaunlich energiereich. Das ist vielleicht Stadionrock, aber welcher mit einer sehr gesund wirkenden Attitüde.

Wohin die Reise geht, macht schon der Opener "Stay Visible" klar. Die Simple Minds klotzen kraftvoll, beherrschen den Umgang mit jaulenden Gitarren ebenso wie den mit frenetischen Keyboard-Loops. Die 80er-Falle umgehen sie dabei geschickt, lassen die neun neuen Songs (Ausnahme: der pathetische Totalausfall "Black & White") erstaunlich organisch und direkt klingen. "Home", die erste Single, unterstreicht das: ein klassischer Simple-Minds-Gitarrenriff, dazu die immer noch unverwechselbare Stimme von Jim Kerr, und eine Produktion, die das alles nicht verwässert, sondern unterstreicht: Das ergibt Pop-Handwerk aus der Meisterschule! Was man aber schon sagen dürfen muss: Sehr variabel arbeiten die Simple Minds auch in diesem Jahrtausend nicht. Doch das, was sie tun, das können sie auch. "Stranger", "Different World" oder "Jeweller" sind absolut integre Breitwand-Popper, die sich im Plattenregal irgendwo zwischen U2 und den oben genannten Bands einordnen lassen, aber durchaus aktuell scheinen. Zu den bisher 20 Millionen verkauften Alben dürfte mit "Black & White 050505" noch so einiges dazukommen.

Richard Witter


Datum: 18.09.2005

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