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Monade - Monstre Cosmic

Monade Monstre Cosmic

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Es ist eben doch eine der schönsten Stimmen der Popmusik, eine feine Schnittmenge zwischen Großbritannien und Frankreich. Laetita Sadier singt eigentlich bei Stereolab, jener Popband, die mittlerweile nicht mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit agieren mag, aber in den 90er-Jahren das Genre maßgeblich prägte und mit "Ping Pong" eine der besten Singles des Jahrzehnts veröffentlichte. Mit der Band Monade agiert Sadier leiser, introvertierter, französischer. Ein Fluss sagt sie, soll die Platte sein. Oder eher: eine Bootsfahrt auf eben so einem. Bedeutet: Abwechslung, ab und an eine Biegung, hinter der's irgendwie anders weiter geht. Aber auch eine gewisse Gelassenheit.

Zum dritten Mal bewegt sich die 39-Jährige im Genre dieses behäbigen Elektro-Folkpops. Das Prinzip mag sich von Platte zu Platte nicht groß verändern, die Ausführung entwickelt sich jedoch durchaus weiter. "Monstre Cosmic" versucht sich bisher am überzeugendsten an einem Klangkonzept, das über eine Anreihung von Songs hinausgeht. Zwischen dem Opener, dem kurzen Eröffnungsspiel "Noir Noir" und dem abschließenden "Change Of Destination" liegen Klanglandschaften, die sich - glaubt man dem Beipackzettel - auch aus irgendwie irgendwo in Frankreich gemachten Irgendwas-Aufnahmen speisen, nebenbei Burt Bacharach und seinen Easy Listening-Pop, aber auch Chanson, Postrock und die Weite der amerikanischen Wüste ausprobieren. Der klassische Songaufbau aus Strophe und Refrain scheint Sadier und ihren Mitstreitern dabei nicht so wichtig zu sein. Die Spannungskurve der Songs funktioniert über Steigerungen und Akkordwechsel, die Routine und Erwartungshaltungen offensiv vermeiden. So eine Art Filmmusik und meistens vielschichtig, aber ruhig. Zu ruhig? Kommt auf die Erwartungshaltung an. Wie gesagt, es ist ein Fluss - und kein Bergbach, der kühn ins Tal stürzt.

Jochen Overbeck


Datum: 18.02.2008

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Diskussion: "Monade - Monstre Cosmic"

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