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Pete Philly & Perquisite - Mystery Repeats

Pete Philly & Perquisite Mystery Repeats

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Es gehört schon eine ordentliche Portion Fortune, Fingerspitzengefühl oder Können dazu, Kanye West und 50 Cent auf die Plätze zu verweisen. Im Falle von Pete Philly & Perquisite war es wohl Letzteres, das dafür sorgte, dass der Rapper und der Produzent mit ihrem zweiten Album "Mystery Repeats" so exzellent platziert in die heimatlichen Charts einstiegen. In Holland spricht man von dem höchsten Charteinstieg eines HipHop-Albums aller Zeiten. Dass Pete Philly auf Englisch flowt und Perquisite aus einem reichhaltigen musikalischen Pool Inspiration schöpft, dürfte bei diesem erfolgreichen Release hilfreich gewesen sein.

Perquistites musikalischer Kosmos speist sich aus den gängigen Genres Rock, Klassik und vor allem Jazz. Keine Besonderheit, eher die natürlichen Zutaten, aus denen Loops für MCs kreiert werden. Das Besondere an seinen Kompositionen ist, dass sich immer wieder weltmusikalische Themen in Form von afrikanischen Trommeln, fernöstlichen Saitenistrumenten, oder, als Hinweis auf Pete Phillys Herkunft, karibischen Klangspielen auf den Songs wieder finden. Für den Rapper und Sänger Pete sind die Tempowechsel, die HipHop-untypischen und fast anspruchsvollen Drums eine Art Spielweise, auf der sich all die Variationen von Rap, die ein versierter MC draufhaben muss, austoben. Die leicht kratzige und weiche Stimme Phillys beweist Styles, bei denen ein 50 Cent schlicht einpacken kann. Egal ob Doubletime-Reimtechnik, oder ob er im Off-Beat flowt, wunderschön intoniert und fehlerlos tight hält der Amsterdamer den Rap-Charakter im Fokus. Da können die Instrumentals noch so blumig sein, der Bezug zu HipHop bleibt im Vordergrund. Neben der analogen Soundgestaltung sorgt auch der Gesang von Pete für Kurzweiligkeit, denn dieser hat eine Extraportion Soul. Das melancholische Phrasieren auf "Mystery Repeats", der verspielte Singsang auf dem leichten "Time Flies" und all die entspannt geträllerten Hooks lassen vermuten, dass Pete Philly irgendwann in ferner Zukunft ein Album nur mit Gesang aufnehmen wird.

Daniel Heim


Datum: 19.02.2008

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