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Junius - Junius

Junius Junius

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Fast könnte man beim Blick auf das Cover von "Junius", dem Album der gleichnamigen Band aus Boston, glauben, das Quartett würde um jeden Preis Aufmerksamkeit vermeiden wollen. Das Titelbild ist in schlichten und gedeckten Farben - Blau, Schwarz und Weiß - gehalten, komponiert wie ein spätimpressionistisches Gemälde. Der Name der Band ist erst nach wiederholtem Drehen der Hülle auszumachen, klein und rot: Junius. Ob das Versteckspiel Kalkül ist? Die vier Musiker jedenfalls machen es dem Publikum nicht eben leicht, weder mit der Gestaltung der CD, noch mit deren Inhalt. Denn die Musik von Junius ist kein chartstauglicher, fröhlicher Mainstream-Sound.

Düster wie das Gemälde auf dem Cover sind die Songs, die das Quartett auf dem Longplayer versammelt hat. Allerdings sind die Titel nicht neu. Fans der Post-Rocker haben die Lieder bereits auf den EPs "Forcing Out The Silence" und "Blood Is Bright" zu Hause stehen.

Für "Junius" wurden die Songs soundtechnisch überarbeitet, und mit "Lost In Basilica" gibt es auch einen Bonus-Track. Der dunkle Klang der Band um Gitarrist und Sänger Joseph E. Martinez erinnert an Vorbilder wie Joy Division, Dredg und Isis. Mit sirrenden, verzerrten Gitarren sowie mystischen, manchmal schreiend vorgetragenen Texten und dem insgesamt treibend-atmosphärischen Grundton stellen sie sich in die Tradition der Shoegazer- und New-Wave-Vorbilder der letzten Jahrzehnte. Gleichzeitig schaffen sie es, mit ihren langsam wachsenden, einprägsamen Melodien und außergewöhnlichen Songs eigenständige Sounds zu kreieren, die sie von zeitgenössischen Konkurrenten wie Interpol oder Bloc Party unterscheiden.

Julia S. Köhler


Datum: 18.02.2008

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Diskussion: "Junius - Junius"

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