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Atlantic City USA

Atlantic City USA

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Er war einer der wenigen französischen Regisseure, die sich auch in Amerika durchzusetzen verstanden. Louis Malle, am 30. Oktober 1932 geboren und einer der wichtigsten Vertreter der Nouvelle Vague, lernte - anders als die früheren Kritiker von den "Cahiers du Cinéma" - das Handwerk von der Pike auf, unter anderem bei Jacques Cousteau und dem Asketen Robert Bresson. Der internationale Ruhm kam für ihn mit dem Jeanne-Moreau-Film "Fahrstuhl zum Schafott", dem zahlreiche Klassiker folgten, darunter "Atlantic City USA" von 1979, in dem Malle inneren Abschied von Amerika und dessen Träumen nahm. Der Film wird nun auf DVD veröffentlicht.

Atlantic City, ein mittlerweile heruntergekommenes Seebad an der Ostküste der USA, wird hier zum Treffpunkt falscher Träume und Illusionen. Burt Lancaster spielt in einem mitreißenden Comeback den alten Gangster Lou, der durch Zufall ins Heroin-Geschäft verwickelt wird und sich in seine junge Nachbarin (Susan Sarandon) verliebt.

Lou hatte nie richtigen Erfolg. Inzwischen kümmert er sich seit 40 Jahren um Grace (Kate Reid), eine ehemalige Schönheitskönigin. Die junge Kellnerin Sally (Susan Sarandon) lebt im selben Gebäude getrennt von ihrem Mann Dave (Robert Joy), der Sallys Schwester geschwängert hat und nun durch den Verkauf von Heroin den Lebensunterhalt des Babys verdienen will. Als er auf Lou trifft, wagt dieser auf seine alten Tage den Einstieg ins Heroingeschäft und bringt das Pulver an den Mann. Dave wird indessen von der Mafia erschossen, die sich nicht ins Handwerk pfuschen lässt.

Als Lou der jungen Sally mit dem vielen erworbenen Geld Avancen macht, kommt es zu einer kurzen Affäre. Doch dann flieht Sally mit dem Geld. Lou kehrt zu Grace zurück - und in die Straßen von Atlantic City, die von Presslufthämmern zerstört werden wie die Illusionen der Vergangenheit. Dem American Dream, den nicht zuletzt das Kino verbreitet hat, hält Malle hier einen desillusionierenden Spiegel vor. Der Film ist seine Abrechnung mit seiner Wahlheimat USA. "Atlantic City" erhielt den Goldenen Löwen von Venedig 1980 sowie fünf Oscar-Nominierungen.

Die ruhigen Bilder wurden für die DVD in annehmbarer Qualität gemastert. Die Vorlage weist allerdings kleinere Bildfehler auf. Der Sound beschränkt sich auf Dolby Digital 1.0 und ist recht frontlastig geraten. Dialoge und Musik kommen allerdings gut verständlich aus den vorderen Boxen. Leider gibt es keine Extras.

Concorde veröffentlicht "Atlantic City USA" als Einzel-DVD und als Teil einer Louis-Malle-Box, in der zwei weitere Filme des 1995 gestorbenen Regisseurs enthalten sind. "Auf Wiedersehen Kinder" und sein wunderbarer letzter Film "Vanya - 42. Straße" zeigen dabei zwei völlig unterschiedliche Facetten seines Schaffens.

Claas Nielsen

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (1.0), Englisch (1.0)
untertitel Deutsch
extras Keine
laufzeit 99 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 17 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton ausreichend
bewertung extras keine Wertung

Credits:
(CDN / F 1979, R: Louis Malle, D: Burt Lancaster, Susan Sarandon, Kate Reid u.a.)


Mit "Atlantic City USA" verabschiedete sich der französische Regisseur Louis Malle innerlich aus den Vereinigten Staaten.
Mit "Atlantic City USA" verabschiedete sich der französische Regisseur Louis Malle innerlich aus den Vereinigten Staaten. (Concorde)

Concorde veröffentlicht "Atlantic City USA" auch in einer Louis-Malle-Box zusammen mit "Auf Wiedersehen Kinder" und "Vanya - 42. Straße"
Concorde veröffentlicht "Atlantic City USA" auch in einer Louis-Malle-Box zusammen mit "Auf Wiedersehen Kinder" und "Vanya - 42. Straße" (Concorde)

Alte Illusionen werden zerstört: Burt Lancaster (Mitte) in einem Casino in "Atlantic City".
Alte Illusionen werden zerstört: Burt Lancaster (Mitte) in einem Casino in "Atlantic City". (Concorde)

Datum: 18.02.2008

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Diskussion: "Atlantic City USA"

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Artikel ID 197298

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