(tsch) Wenig Blut, viel Horror? Obwohl der erste Teil des Road-Movie-Schockers "Jeepers Creepers" (2001) mit diesem Rezept sehr erfolgreich war, würzte Regisseur Victor Salva die Fortsetzung dann doch mit literweise Teenagerblut. Wir befinden uns am Tag 22 in der "Jeepers Creepers"-Zeitrechnung. Wer beim Original des kultigen Horrorfilms gut aufgepasst hat, der weiß, dass grauenvolle Stunden bevorstehen. Schließlich besagt das Tischgedicht: "Alle 23 Jahre kriegt es 23 Tage lang zu fressen." Und so steht in der Fortsetzung "Jeepers Creepers 2" (2003), die ProSieben zum wiederholten Mal zeigt, eine komplette Basketballmannschaft auf dem Speiseplan des Bösen.
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Als Appetizer genehmigt sich der schwarze Mann zunächst den kleinen Billy. Dessen Vater, Farmer Jack Taggart (Ray Wise), muss mit ansehen, wie der Creeper seinen Sohn direkt vom Kornfeld mit in die Unterwelt zerrt. Von Rachegelüsten ergriffen, nimmt Taggert die Verfolgung auf.
Zur gleichen Zeit bleibt auf dem berüchtigten Highway neun aus Teil eins ein Schulbus mit Basketballspielern, Trainern und Cheerleadern stehen. Da rollt also eine reich gedeckte Tafel an, an welcher der hungrige Creeper auch prompt Platz nimmt. Und so beginnt das große Fressen oder besser die Blutorgie. Bis sich Farmer Taggert dazugesellt. Denn der will dem Bösen die Suppe gehörig versalzen.
Nach bekannten Genremotiven lässt Victor Salva die stereotypen Charaktere wie den uncoolen Musterschüler und den dummen Starathleten dumpfbackig in ihr Verderben rennen. Das 40 Millionen-Dollar-Budget wurde dabei in verbesserte Spezialeffekte und den Look des Monsters gesteckt. Herauskam ein einfach gestrickter, aber gekonnt inszenierter zweiter Teil, reich an Splatter-Effekten, der aber an das Original - was bei Fortsetzungen kaum noch überrascht - nicht heranreichen kann.
Nina Hortig
Noch hängt er da ganz harmlos im Kornfeld. Doch wehe, wenn der Creeper erwacht. (ProSieben / Kinowelt GmbH)
Einen ansehnlichen Appetithappen hat sich der Creeper da ausgesucht. Minxie (Nicki Lynn Aycox) ahnt noch nicht, dass sie längst auf der Speisekarte steht. (ProSieben / Kinowelt GmbH)
Im Angesicht des Todes - von links: Jake (Josh Hammond), Bucky (Billy Aaron Brown) und Chelsea (Lena Cardwell). (ProSieben / Kinowelt GmbH)
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