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The Flying Scotsman

The Flying Scotsman

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"The Flying Scotsman" (2007) - klingt fast wie der Name eines Pubs. Tatsächlich geht es hier aber nicht ums Philosophieren an der Bar und bierseliges Herumdröhnen, sondern um Fitness und Obsession. Das Drama, das nun auf DVD erscheint, erzählt die Lebensgeschichte des schottischen Radsportlers Graeme Obree. Obwohl weit entfernt von der öffentlichen Diskussion um den Radsport, bei der zuletzt andere Themen im Vordergrund standen, lässt auch dieser Film tief blicken in die Welt der Profi-Szene. Vor allem aber wird ein Mann porträtiert, der sich nicht nur auf der Bahn für den Sieg abstrampelt, sondern auch im ständigen Kampf um sein seelisches Gleichgewicht.

Graeme Obree wird als Junge (Steven Berkoff) ständig gehänselt und drangsaliert. Bis ein Weihnachtsgeschenk seinem Leben eine Wendung gibt: Auf seinem neuen Rennrad saust das Kind den Peinigern davon. Ein bezeichnendes Bild. Denn auch der erwachsene Obree (großartig: Jonny Lee Miller, "Trainspotting") wird versuchen, mithilfe zweier flinker Reifen seinen Dämonen und Depressionen zu entkommen.

Bei einer Radtour entdeckt Obree, der als Kurier-Fahrer arbeitet, eine Körperhaltung, die ihn viel schneller unterwegs sein lässt als bisher. Aus Schrott und alten Waschmaschinen-Kugellagern bastelt der Besessene sich dazu eine Spezialkonstruktion. Mit diesem liebevoll genannten "Old Faithful" stellt der Schotte einen neuen Stundenweltrekord im Bahnradfahren auf und wird Weltmeister in der Einerverfolgung. Doch der Triumph währt nicht lange: Wegen seiner eigenwilligen Technik und Ausrüstung erkennen Funktionäre des Radsportverbands UCI Obree seine Titel wieder ab.

Zu den Kernaussagen des Films gehört: Der selbstmordgefährdete Obree schafft das alles, weil er Menschen hat, die zu ihm halten - seine Frau Anne (Laura Fraser), sein Freund Malky (Billy Boyd) und Priester Baxter (Brian Cox). So gelingt dem Sportler schließlich ein Comeback. Das Drama verwöhnt mit Fotografien schottischer Landschaft ebenso wie mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen im Velodrom. Die Entstehungsgeschichte des Leinwand-Debüts von TV-Regisseur Douglas Mackinnon ist ihrem Auf und Ab der Story des Films nicht unähnlich: Unter anderem musste die Produktionsfirma mittendrin Insolvenz anmelden, doch schließlich eröffnete die spannend und sensibel erzählte Geschichte das 60. Edinburgh Film Festival.

Die DVD bietet dem Käufer eine ordentliche technische Ausstattung. Das Bild ist einigermaßen scharf, lässt aber im Hintergrund deutliche Defizite in der Detailgenauigkeit erkennen. Der klare Sound tönt vornehmlich aus den vorderen Boxen, ein wenig mehr Atmosphäre hätte hier gut getan. Auf Effekte wird nahezu verzichtet. Leider gibt es kein Bonusmaterial.

Mona Petri

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Spanisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch
extras Keine
laufzeit 96 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 15 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton befriedigend
bewertung extras keine Wertung

Credits:
(GB/D 2006, R: Douglas Mackinnon, D: Jonny Lee Miller, Steven Berkoff, Brian Cox u.a.)


Das Drama "The Flying Scotsman" hat überzeugende Schauspieler zu bieten.
Das Drama "The Flying Scotsman" hat überzeugende Schauspieler zu bieten. (Fox)

Graeme Obree (Jonny Lee Miller) kämpft immer wieder um sein seelisches Gleichgewicht.
Graeme Obree (Jonny Lee Miller) kämpft immer wieder um sein seelisches Gleichgewicht. (Fox)

Graeme Obree (Jonny Lee Miller) strampelt um mehr als nur den Sieg.
Graeme Obree (Jonny Lee Miller) strampelt um mehr als nur den Sieg. (Fox)

Datum: 09.03.2008

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Diskussion: "The Flying Scotsman"

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