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Vielleicht, vielleicht auch nicht

Vielleicht, vielleicht auch nicht

(tsch) Liebe ist zwar die schönste Nebensache der Welt, auf Dauer können aber auch romantische Komödien ziemlich langweilig werden. Vor allem, wenn sie stets nach Schema F aufgebaut sind: Pärchen trifft sich, Pärchen verliebt sich, Pärchen kommt nach heiteren Turbulenzen zusammen. Um dem Zuschauer etwas Abwechslung zu bieten, haben sich die Herzschmerz-Experten von Working Title Films ("Bridget Jones", "Tatsächlich Liebe") nun etwas Besonderes einfallen lassen und zäumen das Pferd einfach von hinten auf. Zu Beginn der zuckersüßen Rom-Com "Vielleicht, vielleicht auch nicht" steht der Protagonist kurz vor der Scheidung und durchlebt in Rückblicken noch einmal seine bewegte Vergangenheit. Dabei dürfen die Zuschauer stets mitraten, welche Dame schließlich seine Angetraute wird.

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Will Hayes' (Ryan Reynolds) größte Liebe steht aber von Beginn an fest: Mit seiner zehnjährigen Tochter Maya (erneut bezaubernd, "Little Miss Sunshine" Abigail Breslin), die unter den Beziehungsproblemen ihrer Eltern leidet, unternimmt der treusorgende Vater eine "Zeitreise". Für sie lässt er die vergangenen 15 Jahre noch einmal Revue passieren und schildert ihr seine drei bedeutendsten Liebesbeziehungen. Die Namen der Frauen ändert er jedoch und schafft damit eine Art Liebesrätsel. Wer ihre Mutter ist - Jugendfreundin Emily (Elizabeth Banks), Freigeist April (Isla Fisher) oder die ehrgeizige Journalistin Summer (Rachel Weisz) -, das soll Maya selbst herausfinden. Stück für Stück setzt sich auch für den Zuschauer das Puzzle zusammen.

Regisseur und Drehbuchautor Adam Brooks (schrieb unter anderem das Skript zu "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns") hat die romantische Komödie mit "Vielleicht, vielleicht auch nicht" zwar nicht neu erfunden, Liebhaber des Genres verwöhnt er jedoch mit einem überaus charmanten, intelligenten Film, der breitgetretene Pfade verlässt und durch seine interessante Herangehensweise an das Thema überzeugt: Eine unterhaltsame, herzerwärmende, aber nicht kitschige Hommage an die Liebe, die wohl ein ewiges, unvorhersehbares Mysterium bleiben wird.

Ute Nardenbach

Credits:
V:Universal, USA 2007, R: Adam Brooks, D: Ryan Reynolds, Abigail Breslin, Rachel Weisz u.a.

Laufzeit: 112 Min.

Kinostart:
27. März 2008


Auf unterhaltsame, herzerwärmende, aber nicht kitschige Weise ist "Vielleicht, vielleicht auch nicht" eine Hommage an die Liebe.
Auf unterhaltsame, herzerwärmende, aber nicht kitschige Weise ist "Vielleicht, vielleicht auch nicht" eine Hommage an die Liebe. (2007 Universal Studios)

Will Hayes (Ryan Reynolds) erzählt seiner Tochter Maya (Abigail Breslin) von seinen drei großen Lieben.
Will Hayes (Ryan Reynolds) erzählt seiner Tochter Maya (Abigail Breslin) von seinen drei großen Lieben. (2007 Universal Studios / Andy Schwartz)

Ist vielleicht Summer (Rachel Weisz) Mayas Mutter?
Ist vielleicht Summer (Rachel Weisz) Mayas Mutter? (2007 Universal Studios / Andy Schwartz)

Datum: 23.03.2008

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Diskussion: "Vielleicht, vielleicht auch nicht"

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