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Headman - Catch Me

Headman Catch Me

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Headman, seiner Mutter auch als Robin Insanna bekannt, ist seit dem Remix von Manheads "Birth, School, Work, Dead" auch einem Publikum außerhalb der Danceszene bekannt. Seither wollen viele einen Remix des Wahlberliner Schweizers für ihre Songs haben, aber mit "Catch Me" und der Single "Catch Me If You Can" möchte der malende Tausendsassa nun wieder selbst als Künstler in den Vordergrund treten.

"Catch Me If You Can", eine so gefällige wie schlichte 80er-Elektro-Nummer, ist ein Wegweiser für das komplette Album: Hier wird mit dickem Pinsel gemalt, anders als es Headman als bildender Künstler tut. Umpa-umpa-Sounds, plakative Gitarrenriffs, die - gesampelt - als Rhythmus-Elemente fungieren, schlichte Songzeilen und ein extrem scharfer Geschmack nach Endsiebziger und Anfang-Achtziger: Disco, Blondie, Kraftwerk, beginnender Indie, futuristische Frisuren aus Zuckerwasser und Bowie-Stimmen, Wave und schlechte Schlagzeuger machen hier das Rennen.

Dabei bewegt sich Headman immer wieder weit weg vom typischen Elektro-Sound und schnuppert ins Rock- und sogar ins Poplager, wird trotz der härteren Rhythmen radiotauglicher und massenkompatibler als früher.

Hin und wieder gelingt ihm mit Songs wie dem Bowie-esken "Come On" oder "Dreampeace" (mit Jeremy Kerr von A Certain Ratio) ein echter Hitanwärter, mit der Single "Catch Me If U Can" (mit Tara, die auch schon bei "It Rough" dabei war) sowieso. Dann aber wieder langweilt er mit Billig-Sequencersounds, wie sie anno dazumal gerne Projekte wie Erasure verwendeten, nur ohne die guten Erasure-Melodien. Wenige Killer, viele Filler: Das ist hier das Motto, und so richtig inspiriert scheint die CD trotz der Highlights leider nicht.

Kati Hofacker


Datum: 27.03.2008

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