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Jack Bruce & Robin Trower - Seven Moons

Jack Bruce & Robin Trower Seven Moons

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Der eine ist ein legendärer Bassist und Sänger sowie Cream-Mitglied, der andere ein legendärer Gitarrist, dessen Spiel demjenigen von Jimi Hendrix nicht unähnlich ist. Wenn diese zwei zusammenkommen, kann nichts schiefgehen. Nicht, wenn sich beide auf ihre Stärken konzentrieren. Genau das machen Jack Bruce und Robin Trower auf "Seven Moons".

Zusammen mit dem Schlagzeuger Gary Husband (Allan Holdsworth, John McLaughlin) begeben sie sich als Powertrio in eine Ära, in der noch in aller Ruhe kreativ geformt werden konnte, was später maßgebend für die kommenden Jahrzehnte werden sollte. Blues und Rock auf dem gemeinsamen Weg nach oben, das Herauskristallisieren eines eigenen Klanges, die Suche nach dem organischen Wunderwerk, das gleichmäßig atmet und doch aufregend bleibt. Die dritte gemeinsame Platte von Bruce und Trower ist "Seven Moons". Und doch die erste, die kaum Wünsche offen lässt.

Bereits der Opener und Titeltrack bewegt sich mit schlafwandlerischer Sicherheit auf einem Weg, der weitab vom heutigen Schnelllebigkeitsdrang verläuft. Mach mal Pause. Ein handgemachter Unterschlupf für Wanderer, deren Ausgangspunkt sich am Ende der glorreichen Sechziger befindet. Ging es dort mit der Geschwindigkeit runter, wurde es gerne psychedelisch statt kitschig: "Distant Places Of The Heart" transportiert ein beklemmendes Gefühl, nachdem "Lives Of Clay" doch gerade eben mit einer ausgesprochen freundlichen Vitalität schöne Erinnerungen an Cream hat aufkommen lassen.

"The Last Door" entspannt sich leger rockend, "Perfect Place" bluest auf den Punkt und lebt wie so vieles auf "Seven Moons" von einem souverän und nie aufdringlich agierenden Robin Trower, "Just Another Day" wirkt verängstigt und besänftigend zugleich - der Text lässt einen unweigerlich an den Kampf des Jack Bruce mit seiner Krankheit denken. Innerhalb eines abgesteckten Gebietes loten die beiden "Ü60"-Herren ihre Grenzen geschickt aus. Ankommen wird das in erster Linie bei Hörern, die mitgewachsen sind. Wenn demnächst der nächste selbsterkorene Superstar innerhalb eines Tages ein Vielfaches von dem, was "Seven Moons" optimistisch gesehen reißen könnte, unter die Leute bringen wird, dann sollte man sich nicht aufregen, sondern "Bad Case Of Celebrity" hören. "But how would I feel if this was happening to me?" Geradezu mitfühlend, die beiden.

Alexander Diehl


Datum: 23.03.2008

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