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Does It Offend You, Yeah? - You Have No Idea What You're Getting Yourself Into

Does It Offend You, Yeah? You Have No Idea What You're Getting Yourself Into

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"We are Rockstars" - die Proklamation ist selbstbewusst proklamiert. Und berechtigt, denn damit haben Does it Offend You, Yeah? aus dem englischen Städtchen Reading durchaus Recht. Das Quartett bezeichnet sich als Electro-Bloc Party und trifft damit irgendwie den Kern, obwohl diese Aussage natürlich auch eine viel zu vereinfachte Darstellung ist. Elektrisch, präzise, rotzig und ein kleines bisschen böse ist das Debütalbum "You Have No Idea What You're Getting Yourself Into". Ein mit Weitsicht gewählter Titel.

Morgan Quaintance, James Rushent, Dan Coop and Rob Bloomfield produzieren eine Art analogen E-Anarchismus mit der treibenden Kraft des Rock und den melodiösen Eskapaden eleganter Chansons. Eine gehörige Portion Ironie und geschickt eingestreute Zitate ("Attack of the 60 Ft Lesbian Octopus") verflossener Synthie-Epochen verfeinern die Mischung. Altmodische Voice-Verzerrer heben die spärlichen Lyrics in die etwas verschrobeneren Sphären dieser Welt. Sie entwickeln dabei eine eigenwillige Poesie, als Kontrast gewissermaßen zum kraftvollen, pulsierenden, aggressiven Sound.

Zehn originelle Songs werden in 38 Minuten auf dem Album abgefeiert. Dabei gibt's einige überraschende Tempi-Wechsel, wird straighter Nachvorne-Electroclash ("We Are Rockstars") von einer fast balladenhaften Nummer abgelöst, die nicht nur entfernt an die frühen Daft-Punk-Tage erinnert ("Dawn Of The Dead"). Direkt und unbeschwert ist das Ganze, eine charmante, vielleicht etwas zu offensichtliche Verbeugung vor dem elektrischer werdenden Pop-Zeitgeist, in dem der Hedonismus auch von düsteren Songtiteln nicht übertüncht werden kann.

Andreas Fischer


Datum: 13.04.2008

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Diskussion: "Does It Offend You, Yeah? - You Have No Idea What You're Getting Yourself Into"

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