(tsch) Spionage-Thriller des Regisseurs Tony Scott sehen nicht wie konventionelle Spionage-Thriller aus. Trotzdem sind sie welche: "Der Staatsfeind Nr. 1" (1998) mit Will Smith in der Hauptrolle war so ein Film, an den man sich erst gewöhnen musste. "Spy Game" (2001), für das deutsche Publikum noch mit dem Bindestrich-Ärgernis "Der finale Countdown" untertitelt, ist komplexer als sein Vorgänger, arbeitet Scott doch eifrig mit Rückblenden und treibt die eigentliche Handlung nur langsam voran. RTL zeigt das Star-Kino mit Brad Pitt und Robert Redford in den Hauptrollen nun ein weiteres Mal.
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Die beiden Beaus harmonieren gut in den wenigen Szenen, die sie gemeinsam haben. Pitt spielt den jungen CIA-Agenten Tom Bishop, Redford ist Nathan Muir, sein Mentor aus früheren Zeiten. Das passt gut, das ist glaubhaft: Zwei zähe, recht humorlose Einzelgänger gehen ihren Weg.
Doch dann wird ihre solide Freundschaft ein letztes Mal auf die Probe gestellt. Muir steht kurz vor seiner Pensionierung, als er erfährt, dass Bishop bei einem gefährlichen Einsatz in China verhaftet wurde. Spät, in einem letzten Rückblick, wird der Zuschauer erfahren, wie es dazu kam. Muir beginnt eine subtile Befreiungsaktion, bei der er es weniger mit China als vielmehr mit den eigenen Kollegen beim CIA zu tun bekommt. Der Geheimdienst befürchtet einen internationalen Skandal und hat somit kein besonders großes Interesse an einer Lösung des Konflikts. Muir ist auf sich alleine gestellt, sucht nach Vertrauensmännern und zieht an jedem Hebel, der ihm helfen könnte.
Doch das ist nur die Kernhandlung des Films, der in Rückblenden die Beziehung zwischen den beiden Männern aufarbeitet. Regisseur Scott gibt diesen Elementen viel Raum und vertraut auf den Zuschauer, der die Geduld aufbringen muss, lange auf den Showdown zu warten. Um ausreichend Spannung zu erzeugen, greift das Buch zu einem bekannten Trick: Die Uhr tickt. Rückwärts. Bishop soll in China exekutiert werden, und es bleiben gerade einmal 24 Stunden, um das zu verhindern.
Der Faktor Zeit spielt auch beim nächsten Projekt von Brad Pitt eine wichtige Rolle. Das Mystery-Drama "The Curious Case of Benjamin Button" kommt im Januar 2009 in die deutschen Kinos. Der Film basiert auf einer Geschichte des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald aus dem Jahre 1922. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt ein 50-jähriger Mann (Pitt) rückwärts zu altern. Er verliebt sich in eine 30-jährige Schönheit (Cate Blanchett), was nicht ohne Komplikationen verläuft. In der Romanvorlage endet der Protagonist als Baby.
Noch in diesem Jahr soll indes der Film "Burn After Reading", bei dem die Coen-Brüder ("No Country for Old Men") Regie führten, in die Kinos kommen. Unter anderem ist neben Brad Pitt auch George Clooney mit von der Partie. Die Komödie handelt von einem CIA-Agenten, der in Schwierigkeiten gerät, als er eine CD verliert, auf der sich der Text für sein geplantes Enthüllungsbuch befindet.
Emma Scheibl
Es ist Zeit für Tom Bishop (Brad Pitt, rechts), all das einzusetzen, was er von seinem Mentor, Nathan Muir (Robert Redford), gelernt hat. (RTL)
CIA-Agent Tom Bishop (Brad Pitt) gerät bei einem Einsatz in China in Gefahr. (RTL)
Nathan Muir (Robert Redford) will das Leben des jungen Agenten Tom Bishop retten und muss dabei einige Steine aus dem Weg räumen. (RTL)
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