(tsch) Schaf Dolly bewies es: Klone sterben früh. Nicht aber Ellen Ripley. Die taffe Alien-Jägerin scheint für die Ewigkeit bestimmt zu sein: In "Alien - Die Wiedergeburt" (1997) kehrt sie 200 Jahre nach ihrem letzten Kreuzzug gegen die unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt und ihrem spektakulären Freitod ins Reich der Lebenden zurück - wenn auch leicht "verändert". vox zeigt den spektakulären vierten Teil der Science-Fiction-Saga nun zum wiederholten Male.
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Um der traditionellen Story - Aliens killen Leute, Ripley killt Aliens - neue Aspekte abzugewinnen, ließen sich Autor Joss Whedon ("Buffy") und Regisseur Jean-Pierre Jeunet ("Die fabelhafte Welt der Amélie") ein paar Kunstgriffe einfallen, darunter den der "Wiedergeburt". Darüber hinaus entlockte er der Figur Ripley auf Wunsch der Hauptdarstellerin Sigourney Weaver neue, ungewohnt humorvolle Facetten - ansonsten hätte die damals 48-Jährige trotz Millionen-Gage gar nicht erst mitgespielt. Jeunets Arbeit kann sich sehen lassen: "Alien - Die Wiedergeburt" ist eine wesentlich Action-reicherere Mutation des düsteren und beklemmenden Vorgängers von David Fincher.
Skrupellosen Wissenschaftlern gelingt es in "Die Wiedergeburt", Ellen Ripley aus einem Tropfen Blut zu klonen. Interesse haben die DNA-Pfuscher jedoch nur an der Alien-Königin, die beim Ableben der Heldin in deren Eingeweide heranwuchs. Sie könnte zu einer ultimativen Waffe des Militärs werden - ein Irrtum, der sich wie ein roter Faden durch die vier Kinofolgen zieht.
Das Übliche geschieht: Die außerirdischen Ekelpakete brechen aus ihrer Zuchtstation an Bord des Raumkreuzers "Auriga" aus, töten alles, was ihnen in die Klauen kommt, und nur eine kann sie aufhalten: Ripley. So weit, so traditionell. Neu ist jedoch, dass die Kammerjägerin beim Klonen ein paar Alien-Gene abbekommen hat und nun Dinge auf dem Kasten hat, bei denen selbst ein abgebrühter Söldner-Haufen (darunter auch "Hellboy" Ron Perlman und Winona Ryder), der sich ebenfalls an Bord befindet, nur staunen kann.
Ob und wann Ripley den außerirdischen Ekelpaketen ein fünftes Mal mit Flammenwerfer und Schrotflinte auf die schuppige Pelle rückt, steht in den Sternen. Sigourney Weaver und Ridley Scott hatten schon über eine Fortsetzung gesprochen, in der es zum Heimatplaneten der Aliens gehen sollte. Eine konkrete Ankündigung gab es bislang jedoch nicht. Die 58-jährige Kammerjäger-Ikone ist derzeit allerdings auch so gut beschäftigt. Über 20 Jahre nach "Aliens - die Rückkehr" drehte sie zuletzt wieder mit Starregisseur James Cameron das 200 Millionen Dollar teure 3-D-Sci-Fi-Epos "Avatar", das an Weihnachten 2009 in die Kinos kommen soll.
Bernd Fetsch
Ripley (Sigourney Weaver) ist das Ergebnis eines militärischen Klon-Experiments, bei dem sich ihre DNA mit der eines Aliens vermischte. (vox)
Das alte Spiel: Die von skrupellosen Militärs gezüchteten Aliens brechen aus und killen jeden, der ihnen über den Weg läuft. (vox)
Ripley (Sigourney Weaver, rechts), Call (Winona Ryder, links) und die restlichen Söldner versuchen, vor den Aliens zu fliehen. (vox)
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