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Mr. Brooks - Der Mörder in Dir

Mr. Brooks - Der Mörder in Dir

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Earl Brooks sieht man sein Problem nicht an. Ganz im Gegenteil. Er ist super-erfolgreich im Business, galant zu den Geschäftspartnern, charmant zur Ehefrau und liebevoll zur wunderhübschen Tochter. Ein patenter US-Yuppie aus dem Bilderbuch, alles andere als unsympathisch. Doch er ist ein zwanghafter Serienkiller, der unbescholtene Menschen umnietet. Da hilft keine Therapiegruppe. "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" begeisterte das Publikum beim Fantasy Filmfest 2007, fand aber im regulären Kinoprogramm nicht die Beachtung, die der Film verdient hat. Vielleicht ändert sich das jetzt mit der DVD-Auswertung.

Dass es der suchtgeplagte Killer tatsächlich bei den Anonymen Alkoholikern versucht, gehört zum fein nuancierten Witz dieses außergewöhnlichen, zeitweise harten Thrillers und zum Mosaik der facettenreichen Figur des Mr. Brooks, den ein grandioser Kevin Costner zu einem widerwillig und zugleich lustvoll killenden Faszinosum aufbaut. Die drei Fragen, um die es Regisseur Bruce A. Evans in seinem Film geht, sorgen für einen gehörigen Schuss Mystik: Ist das Mörder-Gen vererbbar? Ist diese "Krankheit" ansteckend? Und was, in Gottes Namen, treibt eine Detektivin an, die Multimillionärin ist?

Für Frage Nummer eins ist die junge Danielle Panabaker als Brooks' Tochter Jane zuständig. Daddy's Darling, die Unschuld pur. Aber als sie aus scheinbar heiterem Himmel in Mordverdacht gerät, beschleicht Earl eine furchtbare Ahnung. Frage zwei rankt sich um "Mr. Smith", einen voyeuristisch veranlagten Durchschnittsamerikaner, der zufällig Zeuge wird, wie Brooks ein Pärchen mitten bei dessen Liebesspiel auslöscht, und er leckt Blut. Smith will mitmischen beim seriellen Morden. Frage Nummer drei lastet auf den zarten Schultern von Demi Moore, die als Ermittlerin Tracy Atwood eine actionreiche Gala-Vorstellung gibt. Sie jagt Brooks mit sonderbarer Leidenschaft hinterher ...

Mittendrin steht ein Mörder, wie man ihn noch nie sah. Brooks, alles andere als gewissenlos, wollte mit seinem Tod bringenden Geschäft schon lange abgeschlossen haben - würde sich nur nicht hin und wieder eine innere Stimme melden. Und diese Stimme, dieser Trieb, dieses Böse heißt Marshall und hat originellerweise ein Gesicht: William Hurt verkörpert ihn mit viel Eleganz und schwarzhumorigem Biss, dass es ein Vergnügen ist, dem Duo Marshall / Brooks beim unentwegten Diskurs zu folgen.

Das Bonusmaterial hat Licht- und Schattenseiten. Die Infos in den Featurettes über die Drehbuchentwicklung, die Arbeit am Set und die verschiedenen mörderischen Persönlichkeiten sind zwar gehaltvoll, werden aber leider recht dröge präsentiert. Besser ist die technische Umsetzung: Das Bild ist weitgehend klar und scharf, lediglich bei den Schwarztönen gibt es Probleme. Der dichte Sound gefällt mit klaren Dialogen und feinen Surround-Effekten, die eine ausgewogene Räumlichkeit erzeugen, ohne aufdringlich zu sein.

Vera Seeberg

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS/DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
untertitel Deutsch
extras Audiokommentar Bruce A. Evans (Regie, Drehubuch) & Raynald Gideon (Drehbuch); Featurettes: Das Drehbuch, Am Set, Mord treibt sie an; Entfallene Szenen; Fotogalerie; Textinfos
laufzeit 115 Min.
tonsystem DTS / Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton gut
bewertung extras befriedigend

Credits:
(USA 2007, R: Bruce A. Evans, D: Kevin Costner, William Hurt, Demi Moore u.a.)


Ein albtraumhaftes, schwarzhumoriges Serienkiller-Szenario, das mal federleicht, mal fiebrig intensiv zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde pendelt. Kevin Costner ist "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" und spielt seine packendste Rolle seit langer Zeit.
Ein albtraumhaftes, schwarzhumoriges Serienkiller-Szenario, das mal federleicht, mal fiebrig intensiv zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde pendelt. Kevin Costner ist "Mr. Brooks - Der Mörder in Dir" und spielt seine packendste Rolle seit langer Zeit. (Concorde)

Der perfekte Amerikaner (Mr. Brooks, gespielt von Kevin Costner, bei der Arbeit) ist in diesem Falle auch der perfekte Killer.
Der perfekte Amerikaner (Mr. Brooks, gespielt von Kevin Costner, bei der Arbeit) ist in diesem Falle auch der perfekte Killer. (Concorde)

Im ständigen Konflikt: Earl Brooks (Kevin Costner, rechts) und sein Alter Ego Marshall (William Hurt).
Im ständigen Konflikt: Earl Brooks (Kevin Costner, rechts) und sein Alter Ego Marshall (William Hurt). (Concorde)

Datum: 10.05.2008

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Artikel ID 200982

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