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Sons Of Buena Vista - Con un poco de ayuda
Sons Of Buena Vista Con un poco de ayudaAnzeige
Natürlich kann man das immer weiter treiben: Den Buena Vista Social Club von den Sons Of Buena Viasta ablösen lassen und danach von den Enkeln. Langweilig, meinen Sie? Nicht, wenn es sich um die von Wim Wenders entdeckte Kapelle handelt, die den Film "Musica Cubana" (2004) so gekonnt beschallte. Mit "Con un poco de ayuda", "mit ein wenig Hilfe" läuten die jungen Nachfolger des alten Social Club mit einem Mix aus traditionellen Klängen und aktuellen Sounds einen heißen Sommer ein. Eigentlich war sie nur Fiktion, die Geschichte von Wim Wenders, der eine Band von ihren Anfängen bis zu ihrem Aufstieg zu Weltruhm erfand. Inzwischen hat sich das Projekt, das aus den alten Meistern Pio Leiva (inzwischen verstorben), Raul Plana, Generoso Jimenez, Tata Güines und Jose Luis "Changuito" Quintana sowie aus vielen, geradezu unzähligen jungen Spunden besteht, zur echten Band - und vor allem zum Talentpool entwickelt, bei dem jeder mitmachen darf, der gute Ideen im Kopf und Pimento in den Adern hat. Töchter und Söhne berühmter Musikanten, Köpfe angesagter Truppen und aktuelle Hitlieferanten. Da wären die spanische HipHop-Göttin Telmary Diaz, die auf dem traditionell wirkenden "Merengue pilon" rappt, der Sänger Mario "Mayito" Rivera, der "Y sigo buscando", einen originellen, Midtempo-Popsong beisteuert, der zu seinen karibisch bunten, schrillen Stylings passt. "Suave murmullo" geriert sich als Crooner-Ballade mit dem leidenschaftlich-nostalgisch schmalzenden Luis Frank am Mikro. Auch "Fiebre de ti" mit Grammygewinner El Nenne trieft kitschig - aber schön - vor sich hin. Arlenys Rodriguez Lazo von den Chiki Chaka Girls singt jazzy "Cabildo", und ihre Kollegin und Schwester Annalys Serrano Lazo groovt cool "Saboreando" mit zauberhaftem Mädchencharme. Hier trifft sich alt und neu, werden traditionelle Strukturen gepflegt, aber auch aufgebrochen. Nicht jeder Song ist ein kleines Wunder, manche pladdern auch uninspiriert vor sich hin. Wichtig aber ist hier weniger der einzelne Song als der Grundzusammenhalt des Ensembles, der Wille, Altes zu bewahren und Neues entstehen zu lassen. Kati Hofacker |
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