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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Vorbericht)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

(tsch) Kein Film wird in diesem Jahr von so vielen Menschen auf einmal sehnsüchtig erwartet. Und auf keinem Film liegt eine vergleichbare Last. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" soll, so wünschen es sich weltweit Millionen von Fans, alles auf einmal sein: ein filmisches Meisterwerk, eine Rückkehr zum traditionellen Abenteuerkino, eine Hommage an einen der populärsten Filmcharaktere aller Zeit. Spannend, unterhaltsam, lustig. Er soll den Fans geben, was sie sich wünschen, soll Kasse in einem müden Kinosommer machen. Soll, soll, soll ... Keinem Film der Welt kann all das auf einmal gelingen.

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Wie bei potenziellen Blockbustern üblich, wurden die Fans Schritt für Schritt versorgt. Hier mal ein neuer Clip vom Dreh, ganz spät dann erst der zweite Trailer - beides auf der offiziellen Filmseite. Über den Inhalt wurde bis zum Schluss wenig bis gar nichts verraten. Sicher ist: 18 Jahre nach seinem letzten Abenteuer kehrt der der Archäologe Indiana Jones zurück, es sind die 50er-Jahre. Die ewigen Kontrahenten, die Nazis, haben ausgedient. Nun fällt den Russen die Rolle der Schurken zu. Ganz vorne: Cate Blanchett als Irina Spalko, die wie auch Indy auf der Jagd nach dem sagenumwobenen Kristallschädel von Akator ist. Der soll unermessliche Macht verleihen. Doch lebende Toten wachen über ihn.

An Indys Seite ist diesmal der junge Mutt (Shia LaBeouf), ein rebellischer Typ. Allen inoffiziellen Informationen zufolge handelt es sich um Indys Sohn aus der Beziehung zu Marion Ravenwood - eine offizielle Bestätigung gab es dafür bis zum Schluss nicht. Beide machen sich auf die Jagd nach dem Schädel, die sie in einen abgelegenen Winkel Perus führt. Und auch jene trinkfeste Marion wird wieder auftauchen. Wie in "Jäger des verlorenen Schatzes" (1981) wird sie von Karen Allen gespielt. Neu im Team ist unter anderem John Hurt, der Indys alten Kollegen Oxley spielt, von dessen Verschwinden der Zuschauer zu Beginn des Films erfährt. Sein Leben lang war der auf der Jagd nach dem Schädel - und wurde fast wahnsinnig dabei.

Nicht mehr mit im Spiel ist Sean Connery, dem Gerüchten zufolge in den Vorbereitung eine Rückkehr als Indianas Vater (wie in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" 1989) angeboten worden war, der aber ablehnte, da er sich vor Jahren bereits auf dem Filmgeschäft zurückzog. Eine kleine Hommage sieht der vierte Teil wohl an Denholm Elliott vor, der in zwei der drei bisherigen Abenteuer (nicht in dem umstrittenen "Indiana Jones und der Tempel der Todes", 1982) Indys Vertrauten Marcus Brody spielte: Der Darsteller starb 1992 auf seiner neuen Heimat Ibiza, aber dem Vernehmen nach wird seiner Figur nun buchstäblich ein Denkmal gesetzt.

Wie bei Filmen dieser Größenordnung üblich tauchten kurz vor dem Start erste Veröffentlichungen im Netz auf. Die Autoren, allesamt wollen anonym sein, behaupten, den Film bereits bei Testvorführungen gesehen zu haben. Viele äußerten sich kritisch, manche euphorisch. Was wirklich dran ist, das entscheidet sich erst am Sonntag, 18.05. - dann nämlich hat "Indy IV" Premiere in Cannes beim dortigen Filmfestival. Offiziell wird der Presse der Film dann am Montag, 19.05., deutschlandweit gezeigt. Zwei Tage später beginnen am Abend darauf die Vorabpremieren weltweit in den Kinos.

"Wir haben Indiana Jones erschaffen, aber er gehört der ganzen Welt", lässt Steven Spielberg verlauten, der mit "Indy IV" einen "Film für die Fans" verspricht. George Lucas, Executive Producer und Co-Autor ergänzt: "Der Stil ist derselbe, der Humor ist derselbe. Alles kommt uns bekannt vor. Aber wir fügen auch neue Aspekte hinzu."

Hauptdarsteller Harrison Ford sei es gewesen, so berichten alle Beteiligten übereinstimmend, der der Auslöser für den Dreh eines vierten Teils war. Unzählige Drehbuchvorlagen folgten, die jeweils von einem der drei federführenden Kräfte - Spielberg, Ford, Lucas - abgelehnt wurden. David Koepp ("Jurassic Park", "Spider-Man") gelang es dann, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Im vergangenen Jahr wurde gedreht, nun also werden der Welt jene 122 Minuten Film präsentiert, die danach zur Diskussion freigegeben sind.

Kai-Oliver Derks

Credits:
V:Universal, USA 2008, R: Steven Spielberg, D: Harrison Ford, Shia LaBeouf, Cate Blanchett u.a.

Laufzeit: 122 Min.

Kinostart:
22. Mai 2008


Sehnsüchtig erwartet - nun startet "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" in den deutschen Kinos.
Sehnsüchtig erwartet - nun startet "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" in den deutschen Kinos. (2007 by Paramount Pictures)

Vater und Sohn? Bis zum Schluss wurde aus der Beziehung zwischen Indiana Jones (Harrison Ford, links) und dem jungen Mutt (Shia LaBeouf) ein Geheimnis gemacht.
Vater und Sohn? Bis zum Schluss wurde aus der Beziehung zwischen Indiana Jones (Harrison Ford, links) und dem jungen Mutt (Shia LaBeouf) ein Geheimnis gemacht. (2007 by Paramount Pictures)

Der Mann mit dem Hut (Harrison Ford) kehrt zurück. Mit dabei: alles, was Indiana Jones ausmacht: Abenteuergeist, eine Peitsche und seine chronische Angst vor Schlangen. Dem Vernehmen nach wird er diesmal nur einer einzigen begegnen. Aber einer besonders großen ...
Der Mann mit dem Hut (Harrison Ford) kehrt zurück. Mit dabei: alles, was Indiana Jones ausmacht: Abenteuergeist, eine Peitsche und seine chronische Angst vor Schlangen. Dem Vernehmen nach wird er diesmal nur einer einzigen begegnen. Aber einer besonders großen ... (2007 by Paramount Pictures)

Datum: 16.05.2008

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