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King Of The Hill

King Of The Hill

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Nicht selten hat es gerade im Horror- und Thriller-Genre europäische Low-Budget-Produktionen gegeben, deren überraschender Erfolg ein Hollywood-Remake nach sich zog. Als Beispiel mag der norwegische Schocker "Nightwatch - Nachtwache" von 1994 herhalten, der nur drei Jahre später mit Ewan McGregor unter dem Titel "Freeze - Alptraum Nachtwache" - noch einigermaßen gelungen - neu verfilmt wurde. Der spanische Regisseur Gonzalo López-Gallego ist mit "King Of The Hill" (2007) ein Stück weit den umgekehrten Weg gegangen, erinnern Idee und Aufbau seines finsteren Thrillers doch streckenweise frappant an den John-Boorman-Klassiker "Deliverance" (dt.: "Beim Sterben ist jeder der Erste") von 1972. In Deutschland debütiert "King Of The Hill" nun auf DVD.

Der attraktive Quim (Leonardo Sbaraglia) ist eigentlich auf dem Weg zu seiner Freundin und durchkreuzt zu diesem Zweck ein nicht näher verortbares spanisches Niemandsland. Bei einer Tankstellenrast trifft er auf die nicht weniger attraktive Bea (María Valverde). Nach einem Quickie auf der Damentoilette vermisst Quim sein Portemonnaie. Bei der Verfolgung der vermeintlichen Diebin verfährt er sich im ländlichen Straßenlabyrinth und muss plötzlich feststellen, wie aus dem Nichts beschossen zu werden. Geschwächt durch eine Schusswunde am Oberschenkel trifft er bald Bea wieder. Fortan schlagen sich beide gemeinsam durch die Wälder, wo sie sich der feigen Attacken aus dem Hinterhalt erwehren müssen.

Mit verwackelter Handkamera und Schwindel erzeugenden Einstellungen aus der Vogelperspektive verschafft Regisseur López-Gallego seinem Film ein einfaches, aber wirkungsvolles Low-Budget-Flair, das einige Male an den paradokumentarischen Stil des "Blair Witch Project" erinnert. "King Of The Hill" hält die Spannung so lange gekonnt, bis der Film den zunächst unsichtbaren Attentätern doch ein Gesicht gibt. Mit dem folgenden Wechsel auf eine suggerierte Ego-Shooter-Perspektive gewinnt der solide und weitgehend originelle Thriller eine medienkritische Note, büßt aber zugleich seinen paranoiden Suspense ein.

Das 1,85:1-Bild der DVD erstrahlt in wunderbaren herbstlichen Farben, ist andererseits aber derart verpixelt, dass man es fast als künstlerischen Stilgriff werten muss. Diese Erklärung gilt trotz Low-Budget-Charme kaum für die Tonspur im Dolby Digital 5.1, die auf den hinteren Kanälen schlicht kaum ankommt. Als Bonusmaterial bietet die DVD wenig üppig ein Making Of, eine Fotogalerie und einen DVD-Rom-Teil, der zum Presseheft führt.

Jens Szameit

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Spanisch (5.1)
untertitel Deutsch
extras Making Of; Fotogalerie; Presseheft
laufzeit 85 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 20 Euro
bewertung bild mangelhaft
bewertung ton mangelhaft
bewertung extras mangelhaft

Credits:
(E 2007, R: Gonzalo López-Gallego, D: Leonardo Sbaraglia, María Valverde, Manuel Sánchez Ramos u.a.)


"King Of The Hill" ist ein über weite Strecken solide inszenierter Low-Budget-Thriller mit medienkritischer Pointe.
"King Of The Hill" ist ein über weite Strecken solide inszenierter Low-Budget-Thriller mit medienkritischer Pointe. (Kinowelt)

Verwundet schleppt sich Quim (Leonardo Sbaraglia) durch ein ihm unbekanntes Gelände.
Verwundet schleppt sich Quim (Leonardo Sbaraglia) durch ein ihm unbekanntes Gelände. (Kinowelt)

Die bewaldete Landschaft im spanischen Niemandsland bietet wenig Schutz vor den heimtückischen Angriffen des Scharfschützen.
Die bewaldete Landschaft im spanischen Niemandsland bietet wenig Schutz vor den heimtückischen Angriffen des Scharfschützen. (Kinowelt)

Datum: 22.05.2008

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Diskussion: "King Of The Hill"

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