Ralf Gum Uniting Music
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Wer glaubt, Ralf Gum hätte irgendwas mit Gummi oder Plastik zu tun, der irrt. Außer vielleicht, dass der frühere DJ mit seinem akustischen deepen Soul-House auf "Uniting Music" so geschmeidig daherkommt wie ein weich gekauter Kaugummi.Seit 18 Jahren ist der derzeitige Resident-DJ im Würzburger "Airport" auf Achse, er gilt als deeper, soulvoller Spinmeister. Aber auch als Produzent mit housy Händchen war er immer wieder tätig. Für sein Album "Uniting Music" wollte er den Titel zum Programm machen: "Grundidee des Albums war es, eine 'durchgängige' Komposition zu erschaffen", so sagt Ralf über die Platte. "Es handelt sich bei der CD eben nicht nur um eine bloße Aneinanderreihung von Clubtunes oder einen DJ-Mix, sondern um eine Komposition. Daher auch der Titel." House-Beats, Afro-, Latin- und Jazz-Einflüsse sollten ineinandergreifen und eine durchhörbare Synthese bilden, die nicht zu niveaulos rüberkommt, aber trotzdem durchtanzbar wirkt. Zur Realisierung dieser Idee hat er unzählige Freunde und Musikanten ins Studio geholt, Auf "Warrior" glänzt Beate S. Lech aka Beady Belle am Mikro, "Easy" featured Inaya Day, und die Single "Kissing Strangers" wurde von Monique Bingham eingesungen. Dazu buchte er Oliver Leicht an der Flöte und die Raw Artistic Soul Brass Section. Dass das Ergebnis von so viel analogen Zutaten entsprechend souly, warm und auch funky und disco-glitzerig rüberkommt, ist eine logische Konsequenz. Irgendwie ist es lustig, dass sich der House, der sich irgendwann einmal rein paläontologisch gesehen aus dem Soul herauskristallisiert hatte, nun als naturidentischer Deephouse wieder exakt dorthin zurückbewegt. "Uniting Music" ist jedenfalls elegant, zeitlos und trotzdem in jedem angesagten Club einsetzbar.
Kati Hofacker
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