John Williams Indiana Jones IV - The Kingdom Of The Crystal Skull
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Gut, man könnte "Star Wars" nennen. Vielleicht noch "Superman". Sonst aber findet sich in der jüngeren Geschichte des Kinos keine Filmmusik, die so populär wäre wie die zu den "Indiana Jones"-Filmen. Komponiert wurde sie, wie die anderen beiden genannten übrigens auch, von John Williams. 76 Jahre ist der inzwischen. Seit Anfang der 70-er gehört er zu den populärsten Komponisten Hollywoods. Fünf Oscars hat er im Lauf seiner Karriere gewonnen, übrigens keinen für "Indiana Jones". Nun kommt, rechtzeitig zum Kinostart, der Score zu "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" auf den Markt.John Williams entstammt einer Zeit, in der Filmmusik in großen Kinofilmen noch anders wahrgenommen wurde als heute. Was er selbst auch später in seiner Karriere erkennen musste. Der New Yorker komponierte die Musik zu den ersten drei Harry-Potter-Filmen, die gigantische Erfolge wurden. Aber wer, draußen auf der Straße, könnte aus dem Stegreif eine Melodie zu den Abenteuern des jungen Zauberers pfeifen? Wer jedoch nur die ersten 20 Sekunden dieser CD hört, der hat sie sofort vor Augen, die Bilder des legendären Archäologen mit Hut. Wie er sich über einen riesigen Stapel Kisten hinwegschwingt, hunderten Nazis zu entfliehen versucht, vor tonnenschweren Kugeln davonrennt. Das Titelthema, das am Anfang der insgesamt 19 Tracks umfassenden CD steht und zum "Finale" wiederkehrt, setzt Williams im neuen Film spärlich, aber sehr gezielt ein. In eben jenen Momenten, die von Action und Emotion geprägt sind, in denen aber schon klar ist, dass es Indy wieder einmal gelingen wird - ob als Jäger oder Gejagter (oder Ehemann) - erfolgreich zu sein. In der Folge wechseln sich, dem 80er-Jahre-Soundtrack-Style treu, turbulente, verspielte Melodien mit einigen wenigen stilleren Momenten ab. Bei "Irina's Theme", zum Auftritt der Schurkin, wird's hübsch bedrohlich. "Ants" untermalt den Kampf gegen Millionen von Ameisen. Und Williams blieb seinem Stil treu, was bedeutet: Man kann sie förmlich hören, die Krabbeltiere. John Williams gehörte stets zu jenen Komponisten, die die Story bedienen, sie aber nicht prägen wollen. Die Musik folgt dem Film, nicht umgekehrt. Und so werden all jene an dieser CD ihren Spaß haben, die im Kino waren und das gut zwei Stunden lange Abenteuer danach noch einmal am geistigen Auge vorüberziehen lassen wollen.
Kai-Oliver Derks
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Wertung 
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