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Emergency Room - Staffel 15
Alles hat ein Ende: Nach 15 Staffeln ist Schluss bei "Emergency Room".
(USA 2008-2009, R: Rod Holcomb u.a., D: John Stamos, Angela Bassett, Maura Tierney u.a.)
Abschied von der Notaufnahme
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Es war das Ende einer Fernseh-Ära: Mit 15 Staffeln war "Emergency Room - Die Notaufnahme" die am längsten laufende Arztserie der TV-Geschichte. Aber am 19. August 2009 war nach Folge 331 endgültig Schluss. Ohne die Serie hätten Fernsehzuschauer weltweit auf drei Dinge verzichten müssen: endlose Stunden schaurig-schöner blutiger OP-Szenen, Tonnen medizinischen Halbwissens und ... George Clooney. Nun erscheint die letzte Runde der Serie auf drei doppelseitig beschriebenen DVDs - mit einer enttäuschend dünnen Bonusausstattung.
In den letzten Staffeln waren die einst herausragenden Quoten von "Emergency Room" deutlich gesunken. Doch Fans erinnern sich gern an die überragenden Leistungen der Ärzte des "County General". Für Medizinstudenten auf der ganzen Welt war "ER" der spannendste und unterhaltsamste Lehrstoff, den sie jemals hatten. Zum ersten Mal stimmten hier die Fachtermini des Arztberufes, die TV-Fälle waren so solide recherchiert, dass man sich selbst als Fachmann medizinisch weiterbilden konnte.
Die Serie von Bestseller-Autor Michael Crichton ("Jurassic Park") sorgte in ihrer langen Geschichte immer wieder für herausragendes Fernsehen. Folge 70 ("Vorsicht, Kamera") beispielsweise wurde in Echtzeit gedreht und in den USA live ausgestrahlt. Bei einer Episode führte Edel-Fan Quentin Tarantino Regie. Insgesamt 122 Mal wurde die Sendung für den Emmy nominiert, 22 Mal konnte sie gewinnen. Zahlreiche Stars übernahmen Gastrollen, darunter Oscarpreisträger Forest Whitaker, Ewan McGregor, Sally Field, Lucy Liu, Susan Sarandon sowie Ray Liotta.
Von den Darstellern profitierte besonders George Clooney von dem Erfolg. 1994 übernahm der damals unbekannte Mime die Rolle des Kinderarztes Doug Ross, kurze Zeit später war er ein Weltstar. Für ihn hagelte es Filmangebote wie "From Dusk Till Dawn" (1996), "Tage wie dieser" (1996) oder "Out of Sight" (1998).
Angesichts der langen Geschichte fällt die Zusatz-Ausstattung der DVD enttäuschend mager aus. Lediglich mehrere entfallene Szenen zu verschiedenen Episoden werden angeboten. Die technische Seite der Umsetzung fällt überzeugender aus. Die Bilder sind weitgehend scharf und kontrastreich. In der Tiefe kommt es gelegentlich zu leichten Unschärfen, und an einigen Stellen sind die Aufnahmen etwas dunkel. Aber für eine TV-Serie erreicht die DVD eine sehr gute Bildqualität. Auch der Klang fällt angemessen klar und detailliert aus. Die Dialoge geraten in der deutschen Spur etwas zu frontlastig, aber insgesamt wird die hektische Krankenhausatmosphäre angemessen transportiert.