Hintergrundberichte zu neuen DVD-Editionen und -Sammelboxen
Das ganze Filmpaket
Nun also auch Disney: Mit dem DVD- und Blu-ray-Start des Animationshits "Oben" (VÖ: 21. Januar) beginnt ein weiteres großes Studio, digitale Kopien anzubieten: Diese Digital Copys gehören immer häufiger zum Bonuspaket von DVDs und (öfter) Blu-ray-Discs, enthalten meist den Hauptfilm in deutscher Sprache und lassen sich auf PCs überspielen sowie später auf portable Geräte transferieren. Ein Überblick über die Angebote.
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Die Strategien der großen Verleiher sind unterschiedlich. Während Warner und Fox bereits bei vielen Titeln Digital Copys mitliefern, lassen sich Universal und Paramount in Deutschland noch Zeit - obwohl beide Häuser dieses Extra in den USA bereits anbieten. Es ist unwahrscheinlich, dass sich das in absehbarer Zeit ändert. Katrin Pehle von Universal Home Entertainment: "Es gibt zwar Überlegungen, aber noch keine konkreten Pläne." Bei Paramount ist man sich noch völlig unschlüssig.
Ein Sonderfall ist Sony: Im Januar 2009 enthielt "Leg Dich nicht mit Zohan an!" eine digitale Kopie. Dann folgte "Hancock" und seitdem - nichts: Man entscheide von Fall zu Fall, sagte Pressesprecher Christoph Offenberg. "Wir konzentrieren uns auf andere Extras, wie den MovieIQ-Modus." Und der ist in der Tat eine sinnvolle Ergänzung zum Film: per Internetzugang des Abspielgerätes lassen sich während des Films Infos über Schauspieler und Hintergründe recherchieren.
Um die digitalen Kopien zu erhalten, müssen bei Fox und Disney die entsprechenden Discs in den Rechner gelegt werden. Wichtig: Eine Online-Verbindung ist erforderlich, das installierte DRM-System muss auf dem aktuellen Stand sein, ebenso der Flash-Player. Bei "Oben" lassen sich nach Freischaltung per mitgeliefertem Code verschiedene Varianten des Films laden, allerdings nur eine pro Freischaltcode, der ebenfalls in der Box enthalten ist : für iTunes oder Windows Media. Der Film lässt sich unkompliziert auf PC und Mac (nur iTunes-Version) herunterladen oder auf mobile Geräte (Deutsch, DD 2.0).
Etwas ärgerlich ist, dass in der iTunes-Version ein Benutzerkonto im iTunes-Store angelegt werden muss, das dann aber auf bis zu fünf Geräten nutzbar ist. Beim Synchronisieren mit mobilen Geräten (sie müssen iTunes-kompatibel sein) gibt es die üblichen Restriktionen: Ein iPod oder iPhone kann immer nur mit einer iTunes-Mediathek genutzt werden. Die Windows Media Player - Version ist da etwas generöser und unterstützt verschiedene tragbare Mediaplayer- natürlich lässt sich das Digital Rights Management auch hier nicht umgehen. Erfreulich auch: "Oben" gibt's in zwei Sprachversionen: Englisch und Deutsch, wahlweise in Dolby Digital 5.1 oder 2.0. Zwischen den Soundformaten lässt sich während der Wiedergabe problemlos wechseln.
Bei Fox werden ebenfalls Disc und Code benötigt: Der Download klappt auch hier nach ein paar Klicks unproblematisch und schnell. Allerdings werden die Filme lediglich in einer Sprachversion (Deutsch) geliefert.
Komplizierter ist es bei Warner: Es wird zwar keine Disc benötigt, dafür muss in den Browser eine mitgelieferte Internetadresse eingegeben werden. Dann wird ein Extra-Programm installiert, der Digital Copy Manager, der nur läuft, wenn auch das Programm Adobe Air auf dem Rechner installiert ist. Der Download der Filme lässt sich nur über den Digital Copy Manager initialisieren, der nach dem Freischaltcode verlangt und im Grundprinzip wie ein Mediaplayer funktioniert, inklusive Titelbibliothek, die mit Digital Copys aufgefüllt werden kann.
Andreas Fischer
Disney, "Oben": Die digitale Kopie von "Oben" ist nur in der 4-Disc Special Edition auf einer extra Disc enthalten. (Disney / Screenshot)
Disney, "Oben": Zunächst muss das Format gewählt werden: iTunes oder Windows Media Player. (Disney / Screenshot)
Disney, "Oben": Im iTunes muss der Code ganz einfach in das entsprechende Feld eingetragen werden. (Disney / Screenshot)
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