(tsch/mb) Warum zieht es alle nach Berlin? Was macht die deutsche Hauptstadt vor allem für Künstler so attraktiv? Diese Frage stellte sich Regisseur Heinz Peter Schwerfel und drehte 2008 die Doku „Berlin - Arm, aber sexy“. Der Titel führt wieder den legendären Satz von Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit vor Augen, der zum Slogan der Metropole wurde. Nun zeigt ARTE Schwerfels Doku über die aufblühende Künstlerbranche in der deutschen Hauptstadt.
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Berlin brummt. Berlin boomt. Galerien, Museen, Ateliers - viele Kunstschaffenden und Kunstvermittelnden aus aller Welt fanden in der deutschen Hauptstadt ein neues Zuhause und trugen damit zu dieser neuen Energie in der Metropole bei. Wer wäre wohl geeigneter gewesen, sich dort forschend mit der Kamera umzutun als Kunstkritiker Heinz Peter Schwerfel? Der gebürtige Kölner ist Journalist, Schriftsteller und Filmemacher, Autor preisgekrönter Dokumentationen beispielweise über Georg Baselitz, Jeff Koons oder Bruce Nauman. Für ARTE konzipierte und realisierte er unter anderem die Dokumentarserie "Design" (1998 bis 2002).
Nun tummelte sich Heinz Peter Schwerfel auf Berliner Vernissagen, Messen und in Ateliers. Doch das tat er nicht alleine, sondern begleitet von einem noch unbekannten Maler, einem Medienkünstler, einem Jungsammler und einer angehenden Galeristin. So wird die Kunstszene aus vielen Perspektiven betrachtet. Ihre Vielfalt, Hippness und Dynamik unterstreicht im Film ein Soundtrack von Johannes Brahms über MIA und Sonic Youth bis hin zu Lou Reed. Ein inspirierender Ausflug in dieses oft so wenig einträgliche Gewerbe. Doch im armen, aber sexy Berlin ist es ausgerechnet die Kunst, die die Kasse klingeln lässt. Ja, das passt.
Mona Petri
Für seine Dokumentation stattete Schwerfel der Kunstmesse Preview Berlin einen Besuch ab. (RBB)
Amel Bourouina wird hier eine Galerie eröffnen. (RBB)
Der griechische Künstler Jannis Kounellis stellte in der Neuen Nationalgalerie aus. (RBB)
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