(tsch/mb) Der Name Wes Craven war leider auf Plakaten vieler zweitklassiger Produktionen zu sehen. Doch die Dracula-Trilogie, die 2000 mit der Hochglanz-Produktion „Dracula“ anfing und 2005 mit dem billiger produzierten, aber ebenfalls hochkarätig besetzten „Dracula III – Legacy“ endete, ist eine glückliche Ausnahme. Nun wiederholt ProSieben den zweiten Teil der Reihe „Dracula II - The Ascension“ aus dem Jahr 2003.
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Vom kurzen Intro einmal abgesehen, in dem Jason Scott Lee ("Dragon: The Bruce Lee Story") als gerissener Vampirjäger eingeführt wird, beginnt "The Ascension" mehr oder weniger da, wo "Dracula" aufgehört hat: Des Fürsten verbrannter Körper landet auf dem Seziertisch einer Hand voll Studenten. Die staunen nicht schlecht, als ihnen klar wird, dass sie es mit einem Blutsauger zu tun haben - und ihnen kurze Zeit später ein ominöser Anrufer 30 Millionen Dollar für den Leichnam bietet. Doch die Neugier siegt, weshalb sich die übereifrigen Studenten unter der Anleitung eines an den Rollstuhl gefesselten Professors daran machen, das Geheimnis des ewigen Lebens zu entschlüsseln.
So viel darf an dieser Stelle verraten werden: Ewig lebt hier keiner. Schließlich taucht irgendwann Pater Uffizi (Lee) auf, um den wiedererstarkten und erblondeten (!) Dracula (Stephen Billington) inklusive seiner Handlanger endgültig den Garaus zu machen. Um zu wissen, dass dies nicht gänzlich gelingt, genügt ein Blick in die Filmdatenbank. Zwei Jahre nach "The Ascension" drehte Regisseur Patrick Lussier, der früher als Cutter für Wes Craven arbeitete, einen weiteren "Dracula"-Movie direkt für die DVD-Regale - diesmal mit Rutger Hauer in der schaurigen Hauptrolle. ProSieben zeigt "Legacy" am Sonntag, 08.06., um 22.10 Uhr als Free-TV-Premiere.
Teil zwei musste sich indes mit weit weniger prominenten Darstellern und einer Sparkulisse in Rumänien begnügen. An spitzen Zähnen und Kunstblut mangelte es jedoch nicht. Nahezu jeder darf hier mal Opfer und mal Killer sein ...
Gerd Hilber
Nachdem er ein ausgiebiges Blutbad genommen hat, scheint Dracula (Stephen Billington) endlich wieder zu Kräften zu kommen. (ProSieben / Neo Art & Logic)
Trotz seiner Behinderung verfolgt Professor Lowell (Craig Sheffer) konsequent seine Ziele: Er will dem Geheimnis des ewigen Lebens auf die Schliche kommen! (ProSieben / Neo Art & Logic)
Endlich ist der große Tag gekommen, an dem Pater Uffizi (Jason Scott Lee) seinem ärgsten Feind, dem Vampir Dracula (Stephen Billington, links), persönlich gegenübertreten kann. (ProSieben / Neo Art & Logic)
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