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V wie Vendetta

V wie Vendetta

(tsch/vm) „People should not be afraid of their governments. Governments should be afraid of their people”, so die anarchistische Meldung des geheimnisvollen Terroristen in der Comicverfilmung “V wie Vendetta” aus dem Jahr 2006. Regisseur James McTeigue, der auch bei allen 3 Teilen von “Matrix” und dem SciFi-Thriller „Dark City“ (1998) mitwirkte, hat eine Affinität für düstere Anti-Utopien. Seine erste selbständige Regie-Arbeit „V wie Vendetta“ ist sehr kunstvoll gestaltet: Die schreckliche Situation, in der die Bürger Englands sich nach der Einführung des totalitären Regimes befinden, wird durch die düstere Inszenierung verstärkt. Der atmosphärische und spannende Thriller verfügt dazu über eine herausragende Besetzung.

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Ein Jahr lang müssen die Menschen in der düsteren Comic-Verfilmung "V wie Vendetta" (2006) ausharren, ehe der maskierte Terrorist V seine Drohung wahr macht, das britische Parlament inklusive Big Ben sprengt und damit das Ende eines totalitären Regimes besiegelt. Ein Jahr lang mussten auch Blu-ray-Besitzer warten, ehe die HD-DVD-Exklusivität dieses im Kino weit unter Wert gelaufenen Films der "Matrix"-Macher endete ...

In gar nicht so ferner Zukunft herrscht ein egomanischer Diktator (John Hurt) über Großbritannien. Nach Terroranschlägen und Gewaltausbrüchen sorgte er mit repressiven Mitteln der Überwachung und Unterdrückung für Zucht und Ordnung. Die Bevölkerung hat nur noch eines zu fürchten: die harte Hand des Staates.

Nur einer zeigt keiner Angst: V. Der maskierte Einzelgänger (Hugo Weaving) tötet präzise und effektiv die Handlanger und Köpfe des totalitären Regimes. Bei der Kaperung eines Fernsehsenders trifft er auf das Mauerblümchen Evey (Natalie Portman), das erst zu seiner Gefangenen und schließlich zu seiner Gefährtin wird. In einem ähnlich anarchistischen Finale wie bei "Fight Club" zeigt der Film auf subtile Weise das ambivalente Verhältnis des Menschen zum Mittel der Gewalt.

Technisch präsentiert sich der Rachefeldzug des Maskenmannes weit weniger revolutionär als erwartet. Zwar verfügt das VC-1-Bild der Blu-ray-Disc über eine gute Farb- und Kontrastwiedergabe. Dafür mangelt es ihm in Nahaufnahmen an Detailschärfe. Unschöner Trend: Wie bei vielen Blu-ray-Veröffentlichungen ist nur die englische Tonspur im hochwertigem Dolby True HD 5.1 hinterlegt. Wer sich den Film auf Deutsch ansehen möchte, muss sich mit der herkömmlichen Dolby-Digital-Fassung begnügen, wobei auch diese zufriedenstellend ausgefallen ist.

Die Extras-Abteilung enthält die bereits aus der deutschen Special-Edition-DVD bekannten Featurettes - inklusive eines spaßigen Rap-Videos mit Natalie Portman. Neu ist hingegen die sogenannte "In Movie Experience" - ein Einblick ins "Tagebuch des Regisseurs", der durch eine Bild-in-Bild-Funktion ermöglicht wird.

Gerd Hilber

bewertungsbox

bildformat 2,40:1 (1080p24, VC-1)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (TrueHD 5.1), Französisch (5.1), Spanisch (5.1), Italienisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
extras In Movie Experience: Tagebuch des Regisseurs (nur auf Abspielgeräten mit BonusView- oder BD-Live-Funktion); Das Design der Zukunft; Remember, Remember: Guy Fawkes und die Schießpulver-Versc
laufzeit 128 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 30 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton befriedigend
bewertung extras gut

Credits:
(GB / D 2006, R: James McTeigue, D: Natalie Portman, Stephen Rea, John Hurt u.a.)


Eine Comicverfilmung mit Tiefgang: "V wie Vendetta" stellt eine provokante These in den Raum und sorgt für hitzige Diskussionen.
Eine Comicverfilmung mit Tiefgang: "V wie Vendetta" stellt eine provokante These in den Raum und sorgt für hitzige Diskussionen. (Warner)

Seit Evey (Natalie Portman) als Vollwaise auf sich allein gestellt ist, lebt sie mit einer ständigen Angst.
Seit Evey (Natalie Portman) als Vollwaise auf sich allein gestellt ist, lebt sie mit einer ständigen Angst. (Warner)

Der Freiheitskämpfer "V" (Hugo Weaving) will die englische Bevölkerung von der autoritären Regierung befreien.
Der Freiheitskämpfer "V" (Hugo Weaving) will die englische Bevölkerung von der autoritären Regierung befreien. (Warner)

Datum: 01.07.2008

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Diskussion: "V wie Vendetta"

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