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Running Man

Running Man

(tsch) Arnold Schwarzenegger alias Ben Richards ist der Spielkandidat. Er kämpft nicht um Geld, nicht um den Einzug in die kalifornische Regierung. Sein einziger Preis ist das Überleben. Fernsehen im Jahre 2019: Eine Horde mordender Entertainer jagt im Untergrund den Gladiatoren - und am Bildschirm harren Millionen der Grausamkeiten, die geschehen mögen. "Running Man" (1987) ist Illusion - natürlich. Doch hin und wieder lässt die aufwändige Verfilmung des Buches von Stephen King ob Dschungelcamps, Endlos-"Big-Brother" und dicker, fetter, peinlicher Verlobter beklemmende Gefühle erwachsen. Und mit ihnen die Frage: Wie weit ist der Weg bis zum "Running Man"?

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Ben Richards wird zu Unrecht verdächtigt, Schuld an einem Massaker des totalitären Staates zu sein. Als vermeintlicher "Schlächter von Bakersfield" wandert er in einen futuristischen Knast. Zwar gelingt ihm der Ausbruch, doch wird er verraten. Dann wittert Showmaster Damon Killian (Richard Dawson) neue Rekordeinschaltquoten: Der Schlächter wird Kandidat für eine unterirdische Verfolgungsjagd auf Leben und Tod, und all das vor den Augen eines sensationslüsternen Publikums.

"Running Man" führt Erfolgsrezepte wie "Reality TV" und Spielshows, die die Grenzen überschreiten, ad absurdum und entwirft eine erschreckende Medien-Vision, die gerade in den 90er-Jahren, aber auch noch heute gar nicht mehr so unmöglich wirkt wie zum Erscheinen des Films.

Trotz aller Visionen: Es sei nicht vergessen, dass "Running Man" in der Gegenwart auch Unterhaltung für ein actionsüchtiges Publikum sein soll. Und die ließ sich Regisseur Paul Michael Glasers (arbeitete als Regisseur und Darsteller des Starsky in der Kultserie "Starsky and Hutch") 25 Millionen Dollar kosten.

Schwarzenegger war die Rolle 1987 auf den Leib geschneidert: der unterlegene Einzelkämpfer, der sein Recht mit Muskelkraft und Fantasie durchsetzen muss und damit die Lizenz zum Töten erhält. Jüngst erst ließ Arnie verlauten, sein Amt als Gouverneur würde in einer Reality-Show die "höchsten Quoten" einfahren, so bizarr sei das Politikerleben. Mittlerweile konzentriert sich der 58-Jährige nur noch auf seinen republikanischen Job. Das Filmen liegt somit noch mindestens bis 2007 auf Eis. Dann wird in Kalifornien wieder gewählt.

Tom Ruder


Als sich der Polizeioffizier Ben Richards (Arnold Schwarzenegger, rechts) weigert, wehrlose Menschen niederzuschießen, schickt man ihn als Todeskandidaten in die perverse und blutige TV-Show "The Running Man".
Als sich der Polizeioffizier Ben Richards (Arnold Schwarzenegger, rechts) weigert, wehrlose Menschen niederzuschießen, schickt man ihn als Todeskandidaten in die perverse und blutige TV-Show "The Running Man". (ProSieben / Home Box Office)

Vor Millionen von Zuschauern soll Ben (Arnold Schwarzenegger, Mitte) live zu Tode gehetzt werden.
Vor Millionen von Zuschauern soll Ben (Arnold Schwarzenegger, Mitte) live zu Tode gehetzt werden. (ProSieben / Home Box Office)

Während der blutigen Jagd dreht Ben (Arnold Schwarzenegger, vorne) mit seiner Rebellengruppe den Spieß um.
Während der blutigen Jagd dreht Ben (Arnold Schwarzenegger, vorne) mit seiner Rebellengruppe den Spieß um. (ProSieben / Home Box Office)

Datum: 14.10.2005

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Artikel ID 159078

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