(tsch) Ein Kinderwagen rollt im Zeitlupentempo die Bahnhofstreppe hinunter. Die Kugeln aus den Waffen der Gangster verfehlen ihn und das Baby darin nur knapp. Der finale Showdown dauert acht Minuten und ist eine unverhohlene Hommage an Sergej Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" von 1925, in der eine ähnliche Szene Filmgeschichte schrieb. "Die Unbestechlichen" (1987) von Regisseur Brian de Palma handelt von der Festnahme des berüchtigten Alkoholschmugglers Al Capone. Dass sich Drehbuchautor David Memet dabei nur grob an der Wirklichkeit orientierte, ist zweitrangig. "The Untouchables" liefert nahezu perfektes Hollywood-Kino.
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Ein Gesetz, das Anfang der 30er-Jahre den Handel und den Konsum von Alkohol verbot, ließ Chicago zu einer neuen Hochburg des Verbrechens werden. Über allem herrscht Al Capone (Robert De Niro), der sowohl Exekutive als auch Judikative nahezu völlig in der Hand hat. Erst der Schutzbeamte Eliot Ness (Kevin Costner) nimmt den gefährlichen Kampf mit der Organisation Capones auf.
Ihm zur Seite stehen der erfahrene Streifenbeamte Malone (Sean Connery), der Nachwuchs-Cop und Scharfschütze Stone (Andy Garcia) sowie der junge Buchhalter Oscar Wallace (Charles Martin Smith). Ihr Feldzug gegen das Verbrechen mutiert zur besinnungslosen Selbstaufgabe. Als sie spüren, dass Capone weder als Mörder noch als Schmuggler zu überführen ist, wählen sie einen anderen Weg.
Mit humorvollen Untertönen zeichnet De Palma bewusst auch ein Bild des gewalttätigen Chicagos in der Zeit der Prohibition. Perfekt akzentuierte Spannungsmomente fesseln den Betrachter ebenso wie eine außergewöhnliche Kameraführung und das überzeugende Spiel der Hauptdarsteller, allen voran Kevin Costner, der sich mit der Darstellung des Eliot Ness in die oberste Schauspiel-Garde Hollywoods katapultierte. Seine Paraderolle wurde die des Herzensbrechers, des charmanten Beaus.
Ganz uneitel und von einer erfrischend neuen Seite zeigt sich der Hollywoodstar nun in seinem neuesten Projekt, der politischen Komödie "Swing Vote", die eben in den amerikanischen Kinos gestartet ist. Costner spielt einen sympathischen Loser, der durch seine Stimme die US-Präsidentschaftswahl entscheiden wird.
Jan Treber
Eine kleine Gruppe von Ermittlern stellt sich der Herausforderung. Von links: Oscar Wallace (Charles Martin Smith), Eliot Ness (Kevin Costner), Jim Malone (Sean Connery) und George Stone (Andy Garcia). (kabel eins / Paramount Pictures)
Spezialagent Eliot Ness (Kevin Costner) versucht das schier Unmögliche: Dem mächtigsten Mafia-Boss der Welt das Handwerk zu legen. (kabel eins / Paramount Pictures)
Agent Eliot Ness (Kevin Costner) und Streifenpolizist Jimmy Malone (Sean Connery) verbindet eine gefährliche Mission. (kabel eins / Paramount Pictures)
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