(tsch) Wer die Informationen kontrolliert, kontrolliert die Welt. Das ist nicht nur die Befürchtung, die Google- und Microsoft-Gegner haben, sondern auch die Prämisse, auf die Peter Howitts High-Tech-Thriller "Startup" (2000) baut. Und: Ähnlichkeiten der Figur Gary Winston mit Microsoft-Gründer Bill Gates sind in der kabel-eins-Wiederholung ganz sicher nicht zufällig ...
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Der Computermogul und Softwaremonopolist Gary Winston (Tim Robbins) beschäftigt in seiner Firma "N.U.R.V." die besten Programmierer der Welt, um ein neuartiges, geradezu revolutionäres Programm zu entwickeln, das alle Kommunikationsgeräte per Satellit global verbindet. Dasselbe Ziel verfolgen auch die beiden ambitionierten PC-Cracks Milo (Ryan Phillippe) und Teddy (Yee Jee Tso) in ihrem just gegründeten Startup-Unternehmen - allerdings aus Idealismus, nicht aus Geldgier. Wer's glaubt ...
Als Winston davon erfährt, engagiert er Milo, der sich von einem mehr als großzügigen Angebot locken lässt. Sein Freund bleibt jedoch seinen Prinzipien treu, was ihm zum Verhängnis wird: Teddy kommt auf mysteriöse Weise ums Leben, und auch Milo findet sich bald in einem Netz aus Verbrechen und Machtgier wieder, in dem er niemanden trauen kann - nicht einmal der eigenen Freundin Alice (Claire Forlani, "CSI: NY").
Die Geschichte von "Startup" beginnt viel versprechend mit einer üppigen Portion Computer-Paranoia, mutiert dann aber schnell zur David-gegen-Goliath-Farce. Weit hergeholte Plotwendungen ersticken die intelligent angelegten Charaktere, die allmählich zu Lachnummern werden. Einzige Ausnahme: Tim Robbins, der glatt als Bill Gates' Zwillingsbruder durchgehen könnte und - kleiner Seitenhieb - in einem ähnlichem High-Tech-Heim haust wie der nunmehr zweitreichste Mann der Welt. Zuletzt drehte Robbins unter der Regie von Gil Kenan das Fantasy-Abenteuer "City of Ember" ab, das nach einem Buch von Jeanne Duprau umgesetzt wurde. Der Film kommt am 10. Oktober in die US-Kinos, ein Deutschland-Starttermin steht noch nicht fest.
Gerd Hilber
Eines Tages erhält der junge, geniale Programmierer Milo Hoffmann (Ryan Phillippe) ein verlockendes Jobangebot von dem Software-Giganten Gary Winston (Tim Robbins, links). (kabel eins / Metro Goldwyn Mayer)
Als Milo (Ryan Phillippe) mit Hilfe von Lisa (Rachael Leigh Cook) beginnt, hinter die Kulissen der Computerfirma "N.U.R.V." zu blicken, ändert sich der Umgangston ganz gewaltig. (kabel eins / Metro Goldwyn Mayer)
Zunächst genießen Alice (Claire Forlani) und Milo (Ryan Phillippe) die Aufmerksamkeiten und den Geldsegen, doch dann kommen sie einem infamen Spiel auf die Spur. (kabel eins / Metro Goldwyn Mayer)
Die Idee ist wirklich ganz hübsch: Weil Worte manchmal eben einfach nicht ausreichen, fangen die Figuren in emotional kniffligen Situationen einfach an zu singen. Und zwar deutsche Lieder und Popsongs ...
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