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Walk the Line

Walk the Line

(tsch) "Hello, I'm Johnny Cash." Mit diesem bescheidenen Gruß eröffnete der legendäre Sänger seine Konzerte auch noch, als ihm die Welt schon zu Füßen lag. Das US-Biopic "Walk the Line" (2005), das nun RTL als Free-TV-Premiere zeigt, spürt den Menschen hinter der Ikone auf und erzählt dabei vor allem von seinen ersten Schritten im Musikbusiness. Die Regiearbeit von James Mangold räumte bei den Golden Globes ab, Reese Witherspoon erhielt einen Oscar.

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Vor allem in Deutschland weckte der Film, der zweieinhalb Jahre nach dem Tod Johnny Cashs in die Kinos kam, ein neues Interesse an dem Folk-Sänger und Songwriter, zumal auch die Musikindustrie eine Vielzahl von Alben neu oder wieder auf den Markt brachte. Eineinhalb Millionen Zuschauer sahen das Biopic in den Kinos, die meisten von ihnen wussten wenig über Cash. Vor allem nicht über seine jungen Jahre, die im Mittelpunkt des Films stehen.

James Mangold illustriert den Zorn, der Johnnys Leben begleitete, den er jedoch in seinen Liedern zu kompensieren versuchte. Seine Gitarre rettet Cash während der Zeit als Soldat der Luftwaffe im bayerischen Landsberg. Nach seiner Entlassung aus der Armee und einigen Gelegenheitsjobs erscheint er ganz in Schwarz gekleidet zu den ersten Aufnahmen bei den legendären Sun Records in Nashville. Der erste Schritt zu einer ungewöhnlichen Karriere.

Die Farbe Schwarz wurde zu seinem Markenzeichen. Sein rebellisches Anliegen war es, für die Unterprivilegierten, Minderheiten und kleinen Leute zu singen. Und das mit einer ganz eigenen Musikmischung aus Rock, Country und Rhythm and Blues. Johnny Cash, leidenschaftlich gespielt von Joaquin Phoenix, etablierte sich als Pionier, der in den 50er-Jahren den Rockabilly mitentwickelte.

Das Drehbuch zum Film beruht auf zwei Autobiografien sowie auf Gesprächen mit Johnny Cash und seiner Frau June Carter, die wie Cash selbst 2003 verstarb. Ihre Aussagen über Johnny halfen Joaquin Phoenix, die Balance zwischen den grundsätzlich verschiedenen Aspekten seiner Persönlichkeit zu finden. Auf der einen Seite steht der sture Egoist, der sich von der dunklen Seite des Lebens angezogen fühlt; auf der anderen der verletzliche, ehrliche Mensch, der sich immer auf der Suche befand.

Mit "Walk the Line" setzte Regisseur James Mangold nicht nur der musikalischen Ausnahmeerscheinung Johnny Cash ein grandioses und mitreißendes Denkmal, sondern erzählte auch eine Funken sprühende Liebesgeschichte. Reese Witherspoon etablierte sich als June Carter unter den Großen in Hollywood. Wie Phoenix sang sie alles selbst.

Kai-Oliver Derks


Das US-Biopic "Walk the Line" (2005), das nun RTL als Free-TV-Premiere zeigt, spürt den Menschen hinter der Ikone Johnny Cash auf.
Das US-Biopic "Walk the Line" (2005), das nun RTL als Free-TV-Premiere zeigt, spürt den Menschen hinter der Ikone Johnny Cash auf. (RTL)

Joaquin Phoenix spielte Johnny Cash mit großer Hingabe. Den Oscar bekam er dennoch nicht.
Joaquin Phoenix spielte Johnny Cash mit großer Hingabe. Den Oscar bekam er dennoch nicht. (RTL)

Mit seinen treibenden Akkorden und großer Intensität trägt Johnny Cash (Joaquin Phoenix) emotionale Songs vor.
Mit seinen treibenden Akkorden und großer Intensität trägt Johnny Cash (Joaquin Phoenix) emotionale Songs vor. (RTL)

Datum: 24.08.2008

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Artikel ID 204336

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