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Tattoo

Tattoo

(tsch) In Hollywoodsphären hob er mit "Flight Plan" (2005) ab, sein Kinodebüt gab Robert Schwentke jedoch mit einem Thriller, der unter die Haut geht: "Tattoo" (2002). ProSieben wiederholt nun das Regiedebüt des 40-Jährigen, der derzeit an der Fertigstellung von "Die Frau des Zeitreisenden" arbeitet. Die Verfilmung des Roman-Bestellers von Audrey Niffenegger mit Eric Bana und Rachel McAdams in den Hauptrollen soll am 25. Dezember in die US-Kinos kommen.

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Eine Gestalt torkelt heran. Als die junge Frau an der Kamera vorbeiläuft, sieht der Zuschauer ihren Rücken, der nur noch eine einzige blutende Wunde ist. Sie bleibt orientierungslos mitten auf der Straße stehen und wird mit voller Wucht von einem herankommenden Laster erfasst, der anschließend in eine Reihe parkender Autos prescht.

Schon in der Eingangssequenz mutet Schwentke seinem Publikum einiges zu. David Finchers "Sieben" oder auch Jonathan Demmes "Das Schweigen der Lämmer" sind augenscheinlich die beiden Referenzfilme, an denen sich der Regisseur sowohl hinsichtlich der Atmosphäre als auch in puncto Spannungsaufbau orientiert. Nur haben es die von Christian Redl und August Diehl gespielten Polizisten Minks und Schrader nicht mit einem Haufen Psychopathen, sondern mit einer verdeckt operierenden Tattoo-Mafia zu tun, die vor keinem noch so brutalen Verbrechen zurückschreckt.

Als bei einer von Minks durchgeführten Razzia Schraders Jacke mit einigen Ecstasy-Pillen gefunden wird, stellt er den jungen Polizisten vor die Wahl: Entweder er nutzt seine Kenntnisse der Techno-Szene, um ihm bei der Suche nach seiner verschwundenen Tochter Marie (Jasmin Schwiers) zu helfen, oder seine Laufbahn ist wegen Drogenbesitzes beendet. Doch die Spur führt bald noch in eine ganz andere Richtung. Durch Zufall kommt Schrader hinter das Rätsel einer unheimlichen Mordserie, bei der den Opfern große Stücke ihrer Haut fehlen. Es stellt sich heraus, dass sie kunstvolle und seltene Tattoos auf dem Körper trugen, auf die es der Täter abgesehen hat. Bei seinen Recherchen trifft Schrader auf Maya (Nadeshda Brennicke), eine ebenso schöne wie mysteriöse junge Frau, die mehr über die Hintergründe des Verbrechens zu wissen scheint, als sie preisgeben will.

Schwentke präsentiert dem Zuschauer in erster Linie ein stylish in Szene gesetztes Spiel mit den Konventionen des Thriller-Genres. Glänzend dabei: August Diehl, der momentan in "Dr. Alemán" und ab 25. Dezember in der Thomas-Mann-Verfilmung "Die Buddenbrooks" im Kino zu sehen ist.

Bernd Fetsch



Marc Schrader (August Diehl, links) und Minks (Christian Redl) bewundern bei einem Sammler ein kunstvoll gestochenes Ganzkörpertattoo.
Marc Schrader (August Diehl, links) und Minks (Christian Redl) bewundern bei einem Sammler ein kunstvoll gestochenes Ganzkörpertattoo. (ProSieben / Tobis StudioCanal)

Nachdem Hauptkommissar Minks (Christian Redl, links) Drogen bei dem Polizeischüler Marc Schrader (August Diehl) gefunden hat, stellt er ihn vor die Wahl seine Laufbahn zu beenden, oder in der Mordkommission mitzuarbeiten, um bei der Suche nach seiner verschwundenen Tochter zu helfen.
Nachdem Hauptkommissar Minks (Christian Redl, links) Drogen bei dem Polizeischüler Marc Schrader (August Diehl) gefunden hat, stellt er ihn vor die Wahl seine Laufbahn zu beenden, oder in der Mordkommission mitzuarbeiten, um bei der Suche nach seiner verschwundenen Tochter zu helfen. (ProSieben / Tobis StudioCanal)

Marc (August Diehl) stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Mordserie, dessen Opfern große Stücke ihrer Haut herausgeschnitten wurden.
Marc (August Diehl) stößt bei seinen Ermittlungen auf eine Mordserie, dessen Opfern große Stücke ihrer Haut herausgeschnitten wurden. (ProSieben / Tobis StudioCanal)

Datum: 23.08.2008

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