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Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe O.S.T.
Diverse Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe O.S.T.Anzeige
Dass man Bob Dylan letztendlich ausgespart hat, ist dann doch die immens beruhigende Nachricht. Der Soundtrack zu Leander Haußmanns "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" kommt ohne den Namensgeber des Filmes aus, die 60er-Jahre werden von einem anderen vertreten: Donavan trällert sein überschaubar spannendes "Jennifer Juniper". Die Nachricht ist freilich eine andere und auch eine, wegen der man ein paar nicht schlechte, aber total egale Songs gerne erträgt: Element Of Crime steuerten den Löwenanteil der Filmmusik bei, darunter einige ganz wunderbare neue Songs, thematisch herrlich knorrig und mit einer Grandezza inszeniert, die dem üblichen Chanson-Ansatz Mariachi-Bläser und Twang-Gitarren beifügt. Vielleicht ist es ein bisschen vermessen, einen Soundtrack nach zwei Liedern zu beurteilen. Aber in diesem Falle ist's der beste Weg, weil diese beiden Stücke über allem anderen stehen. Wäre der Soundtrack ein richtiges Album, würden sie als Singles ausgekoppelt, und das ganz zu recht. Element Of Crime geben in "Ein Hotdog unten am Hafen" und "Robert Zimmermann" kleine Einblicke in den Film und sorgen doch dafür, dass die Musik auch autark funktioniert. Weil Sven Regeners Bildsprache genauso farbig, genauso schillernd ist wie die Leander Haußmanns, weil Atmosphären geschaffen werden, die neugierig machen und Worte gefunden werden, die mitskandierbar sind. Gleichzeitig ist da eine schon witzige musikalische Umsetzung - zweiterer Song funktioniert etwa vor allem über ein Mundharmonikasolo, das schon ein bisschen an das erinnert, was Bob Dylan seinerzeit in "Like A Rolling Stone" spielte. Schön, aber weniger Welt bewegend: das melancholische "Über dir der Mond" und Ed Csupays doch sehr artverwandter Folksong "Habe Mut". Der Rest? Nun ja, der Rest ist der Rest und bleibt nicht wirklich hängen. Angenehme Score-Fetzen, ein bisschen Elektro, russische High-Speed-Polka. Jochen Overbeck |
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