Der Dieb von Bagdad

Der Dieb von Bagdad

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Er war einer der großen Hollywood-Stars der frühen Filmjahre, schrieb, produzierte und spielte die Hauptrolle vor allem in Abenteuerfilmen, die noch ohne Ton auskommen mussten. "Der Dieb von Bagdad" (1924) ist eines der Meisterwerke von Douglas Fairbanks. Mehr als zwei Stunden lang brachte Fairbanks, einer der ersten "tough guys" der Filmgeschichte, als Titelheld die Magie aus 1001 Nacht auf die Leinwand. Der Klassiker wurde nun restauriert und erscheint in ansehnlicher Bildqualität, mit Kinoorgel-Begleitung und guter Zusatzausstattung auf DVD.

Märchen aus dem Orient haben in der alten Welt eine besondere Faszination. Die Exotik eines fernen Landes, Abenteuerlust, prunkvolle Paläste, schöne Prinzessinnen, hinterhältige Großwesire, Geister und magische Alltagsgegenstände ließen Bagdad zu einem Ort der Träume und Fantasie werden. Dort lebt Ahmed (Douglas Fairbanks) und stiehlt sich durch die Tage. Er ist ein Meisterdieb, ein Taugenichts, der dank seiner Athletik und Gewitztheit nicht gefasst werden kann. Im Übermut beschließt er eines Tages, den Kalifen zu erleichtern. Im Palast verliebt er sich in die Prinzessin und verliert sein Herz.

Um sie zu gewinnen, muss er sich allerdings auf eine gefährliche Reise begeben und den magischsten aller Schätze finden. Das ist nicht einfach, denn seine Konkurrenten haben bereits einen fliegenden Teppich, verzauberte Äpfel und Kristalle. Regisseur Raoul Walsh schickt seinen charismatischen Hauptdarsteller fortan durch ein effektreiches und aufwändiges Spektakel. Ahmed muss in grandios gestalteten Kulissen tausende Gefahren (und Stunts) überstehen. Das alles bewegt sich nahe am Kitsch - die fantasievolle, fast magische Umsetzung der Geschichte setzte aber vor 80 Jahren Kinomaßstäbe.

Für die DVD-Auswertung wurde das Originalnegativ sehr sorgfältig bearbeitet. Natürlich sind überall Altersspuren - Kratzer und Staubkörner - zu sehen, die Qualität der Bilder ist aber dennoch zufriedenstellend. Vor allem, weil der Originalfarbton getroffen wurde. Das Schwarz-Weiß-Film wurde teilweise eingefärbt, sodass ganze Szenen mit einem grünen, blauen oder violetten Schleier auf dem Bildschirm kommen. Eine Technik, die 1924 den magischen Charakter des Films unterstreichen sollte. Gesprochen wird natürlich nicht, dafür kommt aus den Frontboxen Musik von der Kinoorgel.

Im Bonusteil erklären Filmhistoriker die Bedeutung des Klassikers und gehen dabei insbesondere auf den markanten Hauptdarsteller und die wegweisenden Spezialeffekte ein. Dazu gibt es einen Kurzfilm über den "Schelm von Bagdad".

Andreas Fischer

bewertungsbox

bildformat 4:3 (Vollbild)
sprachen Nur im Bonusteil: Englisch (2.0), Französisch (2.0)
untertitel Deutsch, Englisch, Französisch
extras Kurzfilm "Der Schelm von Bagdad"; Interviews; Featurettes: Douglas Fairbanks, Das Kino von 1924, Raoul Walsh, Ausstattung und Spezialeffekte
laufzeit 139 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 20 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton befriedigend
bewertung extras gut

Credits:
(USA 1924, R: Raoul Walsh, D: Douglas Fairbanks, Snitz Edwards, Charles Belcher u.a.)


Sorgfältig restauriert und mit gutem Zusatzmaterial ausgestattet, erscheint der Stummfilmklassiker "Der Dieb von Bagdad" nun auf DVD.
Sorgfältig restauriert und mit gutem Zusatzmaterial ausgestattet, erscheint der Stummfilmklassiker "Der Dieb von Bagdad" nun auf DVD. (absolut Medien)

Douglas Fairbanks spielt in einer seiner markantesten Rollen den Dieb von Bagdad, der sich als Prinz Ahmed ausgibt.
Douglas Fairbanks spielt in einer seiner markantesten Rollen den Dieb von Bagdad, der sich als Prinz Ahmed ausgibt. (absolut Medien)

Douglas Fairbanks war einer der ersten "tough guys" der Filmgeschichte und machte (fast) alle Stunts selber.
Douglas Fairbanks war einer der ersten "tough guys" der Filmgeschichte und machte (fast) alle Stunts selber. (absolut Medien)

Datum: 16.10.2005

Diskussion: "Der Dieb von Bagdad"

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