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Signs - Zeichen

Signs - Zeichen

(tsch) M. Night Shyamalan ist unberechenbar. Das gilt nicht nur für die Plots seiner Filme, die stets überraschende Wendungen enthalten, sondern auch für den Erfolg der selbigen: Während "The Sixth Sense" (1999) allein in den Vereinigten Staaten 293,4 Millionen Dollar einspielte, ging 2006 "Das Mädchen aus dem Wasser" mit 42,2 Millionen Dollar Einspielergebnis buchstäblich baden. Auch sein jüngster Streich "The Happening" lag im Sommer mit knapp 64 Millionen Dollar unter dem üblichen Niveau des Gruselspezialisten. "Signs - Zeichen" (2002), den ProSieben nun wiederholt, stammt mit 228 Millionen Dollar aus den "besseren Tagen".

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Seit ihrem ersten Auftauchen in der Öffentlichkeit 1978 gelten Kornkreise als eines der außergewöhnlichsten Phänomene überhaupt. Diesen von Menschenhand in die Felder gestanzten Zeichen wird trotz ihrer doch so irdischen Herkunft eine große sozialpsychologische und religiöse Bedeutung nachgesagt.

Shyamalan, der auch in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist, spielt in "Signs - Zeichen" mit der Angst der Menschen, von einer übermächtigen Bedrohung überrollt und vernichtet zu werden. Er weckt damit existenzielle Urängste, versucht aber im Ganzen auch Hoffnung zu wecken. Im Mittelpunkt der Story steht Pater Graham Hess (Mel Gibson), der sein Priesteramt aufgegeben und sich auf seine abgelegene Farm zurückgezogen hat. Sein Glaube an Gott wurde durch den Tod seiner Frau erschüttert, und alles, was ihm bleibt, ist die Liebe zu seinen Kindern.

Eines Morgens macht Graham eine beklemmende Entdeckung in einem seiner Maisfelder: einen 200 Meter großen Kornkreis. Woher kommt das Zeichen? Was bedeutet es? Fortan überschlagen sich die Ereignisse: Der Hund wird aggressiv, ein unbekannter Fremdling erscheint auf dem Dach des Hauses, aus dem Babyfon dringen unheimliche Geräusche. Plötzlich tauchen weltweit Dutzende dieser Symbole auf, und die Lage spitzt sich zu. Inmitten der Hysterie sucht Graham mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix), seinen Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) nach einer Lösung. Doch die Antwort wird seinen Glauben mehr denn je erschüttern ...

Von der ersten Sekunde an wird der Zuschauer durch diesen Science-Fiction-Thriller gefesselt. "Signs" ist gutes Paranoia-Kino ohne viel Schnickschnack. Bewusst verzichtet Shyamalan auf kostspielige Spezialeffekte. Stattdessen bedient er sich einfachster Mittel des Suspense und arbeitet mit der Fantasie des Betrachters. Allenfalls das Finale des Films, dessen Clou weit weniger überraschend ist als in "The Sixth Sense" (im Anschluss um 22.20 Uhr), dürfte beim Zuschauer ein Gefühl der Ratlosigkeit hinterlassen.

Jasmin Herzog


Farmer Graham Hess (Mel Gibson) entdeckt eines Tages einen 200 Meter großen Kornkreis in einem seiner Felder.
Farmer Graham Hess (Mel Gibson) entdeckt eines Tages einen 200 Meter großen Kornkreis in einem seiner Felder. (ProSieben / Touchstone Pictures)

Nach dem Unfalltod seiner Frau hat Graham Hess (Mel Gibson, links) den Talar und seinen Glauben abgelegt und lebt nun mit Bruder (Joaquin Phoenix) und Kindern zurückgezogen auf einer Farm.
Nach dem Unfalltod seiner Frau hat Graham Hess (Mel Gibson, links) den Talar und seinen Glauben abgelegt und lebt nun mit Bruder (Joaquin Phoenix) und Kindern zurückgezogen auf einer Farm. (ProSieben / Touchstone Pictures)

Für Merrill (Joaquin Phoenix) beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben.
Für Merrill (Joaquin Phoenix) beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben. (ProSieben / Touchstone Pictures)

Datum: 06.09.2008

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