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Immortal
Anzeige New York im Jahr 2095: Der ägyptische Gott Horus steht kurz davor, seine Unsterblichkeit zu verlieren. Er kann seinem Schicksal nur entkommen, wenn er in den Körper eines Menschen schlüpft und eine Mutantin schwängert. Der Story zu folgen ist nicht immer einfach, aber "Immortal" (2004) ist keine Dutzendware, sondern ein durchdachter und ästhetisch fotografierter Film. Der Comic-Autor Enki Bilal inszenierte eine seiner Geschichten selbst und verband beeindruckende Bilder, einen fantasievollen Plot und einige Seitenhiebe auf die heutige Gesellschaft. Davon waren die Kinozuschauer leicht überfordert, nun soll die DVD das Publikum überzeugen. Die richtige Partnerin lokalisiert Horus schnell. Es ist Jill (Linda Hardy), eine blauhaarige und milchhäutige, junge Frau, die nicht mehr ganz Mutantin und noch nicht Mensch ist. Doch der alles andere als gütige Gott in Vogelgestalt benötigt noch einen männlichen Wirt. Seine Suche nach einem geeigneten Kandidaten sieht für die Polizei wie das Werk eines Serienkillers aus. Da findet Horus den Tiefkühlkörper von Nikopol (stark: der Deutsche Thomas Kretschmann), der gezwungenermaßen die letzten 30 Jahre als politischer Gefangener in einem Kälteschlafcontainer verbrachte. Er ist das richtige Menschenmaterial und beginnt auch, sich in die geheimnisvolle Jill zu verlieben. Nicht, dass das für die göttliche Mission wichtig wäre, denn Horus scheut auch vor Vergewaltigung nicht zurück. "Immortal" entführt in ein neues, funktionierendes Science-Fiction-Universum mit echten und synthetischen Menschen, Mutanten und Außerirdischen - und das lässt sich nicht mal eben so erschaffen. Vorarbeit bei diesem 25-Millionen-Dollar-Projekt leistete der Regisseur Enki Bilal selbst. Er erfand als Comiczeichner und Kultfigur der Szene die sozialkritische Trilogie "Alexander Nikopol", bei der er kräftig aus der ägyptischen Mythologie schöpfte. Der Held wehrt sich darin gegen eine totalitäre Zukunftsgesellschaft. Die visionären Bilderwelten Bilals wurden nahezu verlustfrei auf die DVD transferiert. Das allgemein düstere Bild ist scharf und kontrastreich, die ins Bläuliche gehenden Farben verleihen der Optik eine kühle Eleganz. Noch besser wurde allerdings beim Sound gearbeitet. Der kommt in der deutschen Version wahlweise bereits ausgezeichnete als 5.1-EX-Fassung oder als diskretes 6.1 DTS, das alle Boxen zu Höchstleistungen zwingt und einen kräftigen Raumklang generiert. Auch bei der Zusatzausstattung wurde ordentlich geklotzt. Die zweite Disc der Doppel-DVD ist randvoll mit Extras und wirft einen ziemlich tiefen Blick hinter die computergenerierten Kulissen. Dazu äußern sich Darsteller und Regisseur zur Arbeit und ihrer Interpretation des düsteren Weltbildes von "Immortal". Publikumsdiskussionen, Filmmusik und Premiereneindrücke runden das exzellente Bonuspaket ab. Andreas Fischer bewertungsbox
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Credits: |
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