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Late Of The Pier - Fantasy Black Channel

Late Of The Pier Fantasy Black Channel

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Das junge Quartett Late Of The Pier aus Nottingham gilt im Vereinigten Königreich als letzter Schrei. Kein Wunder, denn wer heuer seinen verpoppten Indie-Rock mit Elektro-Sounds tanzflächenkompatibel gestaltet, ist schon per se hip. Das heißt nicht, dass Late Of The Pier ideenlose Trittbrettfahrer sind. Vielmehr wirbeln sie ihre eher durchschnittlichen Song-Ungetüme wild umher, vermengen Disco mit Daft-Punk-Rhythmen, klauen von New Order über Human League und Gary Numan (besonders: "Space And The Woods") alles zusammen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und wildern auch noch ungestüm in der Gegenwart herum: Bloc Party, Franz Ferdinand, The Rapture, The Faint, Klaxons, Kasabian und so weiter und so weiter.

Immerhin: "Heartbeat" ist der Dancefloor-Rocker, den sich mindestens drei der oben genannten Bands für ihr letztes oder kommendes Album gewünscht hätten, und "Focker" kann als die ultimative Geschichtsstunde in Sachen Rave durchgehen: Ja, so war das damals in den 80er- und 90er- Jahren! Und heute ist es dank Late Of The Pier wieder genauso. Ihr Erstling "Fantasy Black Channel" ist überdurchschnittlich gut produziert, deshalb machen die aufkeimenden Soundorgien hier besonders Spaß, auch wenn der nie in geordneten Bahnen dahinbrausende Eklektizismus der Band auf Dauer recht ermüdend wirkt.

Constantin Aravanlis


Datum: 15.09.2008

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