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Das Boot - Director's Cut

Das Boot - Director's Cut

(tsch) 27 Jahre "Das Boot". Und natürlich gibt es zum Jahrestag des Kinostarts der Originalfassung (17.09.1981) wieder eine TV-Ausstrahlung. Dieser Film war Wolfgang Petersens Eintrittskarte für Hollywood. Nach "Das Boot" drehte der Regisseur Großprojekte mit Stars wie George Clooney ("Der Sturm"), Brad Pitt ("Troja") oder Kurt Russell ("Poseidon"). Das Erste zeigt nun noch einmal das Meisterwerk "Das Boot - Director's Cut", das der Regisseur 1997 als überarbeitete Fassung des Originals ins Kino brachte.

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Mit 25 Millionen Mark Produktionskosten war der wahrhaft "amphibische" Film 1981 der teuerste Streifen, der bis dahin in Deutschland je gedreht wurde. Der Aufwand lohnte sich: Verkauft wurde er in beinahe alle Länder der Erde. Dazu ebnete er Petersen den Weg nach Hollywood und Schauspielern wie Jürgen Prochnow, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Klaus Wennemann und natürlich auch Herbert Grönemeyer, der in jungen Jahren in einer Hauptrolle als Kriegsberichterstatter mit im "Boot" saß, die große Karriere.

Petersen fertigte zunächst zwei Versionen an: eine zweieinhalbstündige fürs Kino und eine sechsstündige fürs Fernsehen. Im "Director's Cut" wurden daraus knapp dreieinhalb Stunden. Der Regisseur verbrachte Monate im Schneideraum und im Tonstudio, um Schnitt und Sound an die 90er-Jahre anzupassen. Noch mehr als früher pfeifen nun dem Fernsehzuschauer die Wasserbomben um die Ohren, und auch das Knirschen der Rohre bei 270 Meter Tiefe wird keiner so schnell vergessen können. Dazu kommen ein besseres Bild und deutlich rasantere Schnitte. Die Faszination des Films ist ungebrochen: Den "Director's Cut" wollten 1997 im Kino immer noch 215.000 Zuschauer sehen.

An der Geschichte selbst hat sich nichts geändert. Nach ausgelassenen Feiern an Land sticht das deutsche U-Boot U-96 unter dem Kommando des "Alten" (Jürgen Prochnow) 1941 wieder in See, um feindliche Transportschiffe zu versenken. Die Enge an Bord, die Langeweile und bald schon die britischen Zerstörer verlangen der Mannschaft alles ab. Nach glücklich überstandenen Gefahren trifft eine neue Hiobsbotschaft ein: Das Boot wird vom Atlantik ins Mittelmeer beordert. Einziger Weg dahin: die von den Briten kontrollierte Meerenge von Gibraltar.

Frank Rauscher


Außer Gefahr? Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow, Mitte), der Chefingenieur (Klaus Wennemann, links) und der Kriegsberichterstatter (Herbert Grönemeyer) peilen die Lage.
Außer Gefahr? Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow, Mitte), der Chefingenieur (Klaus Wennemann, links) und der Kriegsberichterstatter (Herbert Grönemeyer) peilen die Lage. (ARD / Degeto)

Kleine Atempause in La Rochelle: Nummer Zwo (Martin Semmelrogge, links), der erste Offizier (Hubertus Bengsch, zweiter von links), Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer, dritter von links), der Chefingenieur (Klaus Wennemann, zweiter von rechts) und Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow) genießen einen Abend in Luxus.
Kleine Atempause in La Rochelle: Nummer Zwo (Martin Semmelrogge, links), der erste Offizier (Hubertus Bengsch, zweiter von links), Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer, dritter von links), der Chefingenieur (Klaus Wennemann, zweiter von rechts) und Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow) genießen einen Abend in Luxus. (ARD / Degeto)

Der Sauerstoff wird knapp an Bord der U-96: Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow, links) und Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer) hoffen auf ein Wunder.
Der Sauerstoff wird knapp an Bord der U-96: Kapitän Hellriegel (Jürgen Prochnow, links) und Kriegsberichterstatter Werner (Herbert Grönemeyer) hoffen auf ein Wunder. (ARD / Degeto)

Datum: 27.09.2008

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Artikel ID 205829

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