(tsch) Es muss unterschieden werden: "Rambo" (1982), der erste Teil der Trilogie und nun bei vox zu sehen, gehört nach Auffassung vieler zu den besten Action-Filmen der letzten Jahrzehnte. "Alle gegen einen", lautet sein Grundprinzip. Der Vietnam-Veteran John Rambo (Sylvester Stallone) kehrt aus dem Krieg zurück und kommt in einen kleinen Ort im Norden der USA. Sheriff Teasle (Brian Dennehy), ein Sadist, wie sich bald herausstellt, verhaftet ihn wegen Landstreicherei. In Rambo erwachen die traumatischen Erinnerungen an den Krieg, von der Zivilbevölkerung schlägt ihm Feindschaft entgegen.
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Es war keine Überraschung, dass sich Sylvester Stallone nach schweren Jahren in Hollywood zuletzt wieder auf seine beiden populärsten Marken besann: Rambo und Rocky. Weit erstaunlicher war da schon, wie pfleglich er mit dem Boxer Rocky Balboa umging. Anfang 2007 kam der sechste Film der Reihe in die Kinos und überzeugte die Kritiker. Auch beim Publikum kam er deutlich besser an als "John Rambo", der vierte Auftritt des Einzelkämpfers. Der startete Anfang 2008, spielte in den USA nur 42 Millionen Dollar ein und war inhaltlich kaum mehr als die bloße Aneinanderreihung zahlloser Action- und Kampfsequenzen. Stallone, inzwischen 62 Jahre alt, schrieb selbst das Buch und führte Regie.
Am Ende des Films kehrt Rambo heim in die USA, die er jahrelang nicht mehr besucht hatte. Hier soll auch der angekündigte fünfte Teil anknüpfen, Stallone arbeitet derzeit am Buch. Einen weiteren Kriegsfilm schließt er aus. "Ich würde Rambo gerne in ein anderes Genre überführen, ein bisschen mit seiner Figur experimentieren." Gut möglich also, dass "Rambo V" an das Original anknüpft, das nicht nur ein exzellenter Actionfilm ist, sondern auch eine interessante Charakterstudie.
Im Film flieht Rambo vor seinen Verfolgern in die Wälder und setzt sich zur Wehr, wobei ihm seine Einzelkämpferausbildung aus der Armee zugutekommt. Schließlich wird sein Ausbilder Colonel Trautman (Richard Crenna, der Schauspieler starb 2003) herbeigerufen. Er soll der Jagd ein Ende setzen. In der ursprünglichen Version des Buches, die tatsächlich auch zunächst gedreht wurde, stirbt Rambo am Ende. Doch dann entschlossen sich alle Beteiligten dazu, ihn nur verhaften zu lassen.
Tom Ruder
Immer mehr in die Enge getrieben, liefert sich der von seinen Vietnam-Erfahrungen traumatisierte Rambo (Sylvester Stallone) mit der Polizei einen blutigen und gnadenlosen Privatkrieg. (vox)
John Rambo (Sylvester Stallone), ein ehemaliger Vietnamkämpfer, will einen Kameraden aus alten Kriegstagen besuchen. (vox)
Rambo (Sylvester Stallone, rechts) ist es gelungen, unerkannt in die Stadt zurückzukommen. Dort liefert er sich mit Sheriff Teasle (Brian Dennehy) ein Guerilla-Duell. (vox)
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