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Pathology

Pathology

(tsch/mb) Nach „Anatomie“ (2000) gibt es nun „Pathology“. Der deutsche Regisseur Marc Schoelermann wurde beauftragt, ein Hollywood-Remake des damals in Deutschland erfolgreichen Thrillers zu drehen. Doch der Versuch, aus demselben Stoff einen internationalen Hit zu landen, schlug fehl: Der Film floppte in den USA. Die Hauptschuld daran trifft nicht den Regisseur, sondern die Drehbuchautoren Mark Neveldine und Brian Taylor (sie lieferten 2006 das Skript zum Action-Krimi „Crank“), die die durchaus kritische „Anatomie“-Geschichte lediglich auf vordergründige Reize reduzierten und aus dem Thriller einen oberflächlichen Splatter-Horror mit billigen Schockeffekten machten.

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Medizinstudent Ted Gray (Milo Ventimiglia, "Heroes"), der in Harvard sein Fach als Jahrgangsbester abschloss, wird in das renommierteste Pathologie-Programm der USA aufgenommen. An einem bierseligen Abend in einer Bar sprechen die Medizinstudenten über die Faszination, den perfekten Mord zu begehen. Auch Ted lässt sich mitreißen und wird von Dr. Jake Gallo (Michael Weston) in seine geheimsten Gedanken eingeweiht. Seit einiger Zeit spielen er und ausgewählte Kollegen ein perverses Spiel, bei dem es darum geht, jemanden so professionell wie möglich zu töten. Ted spielt mit und gerät in einen Sumpf aus Gewalt, Drogen und Sex, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.

Aus dem Stoff hätte man einen packenden Thriller machen können, der die Selbstherrlichkeit der "Götter in Weiß" anprangert. Doch nach wenigen Minuten ist klar, dass es sich bei Schoelermanns Spielfilm-Debüt vor allem um sinnfreien Splatter handelt. Da knacken bei der Obduktion die Knochen, und genießerische Kamerafahrten weiden sich an den entnommenen Organen. Warum die Hauptfigur sich vom verführten Unschuldslamm in einen kaltblütigen Killer verwandelt, erklärt "Pathology" leider nicht. Aber es zählen ohnehin nur vordergründige Reize, wie hemmungsloser Sex neben aufgebahrten Leichen. Wer Spannung erwartet, sollte sich doch lieber an das vor acht Jahren gedrehte "Anatomie"-Original halten.

Florian Koch

Credits:
V:Concorde, USA 2008, R: Marc Schoelermann, D: Johnny Whitworth, Alyssa Milano, Milo Ventimiglia u.a.

Laufzeit: 92 Min.

Kinostart:
25. September 2008


In "Pathology" spielen Medizinstudenten ein mörderisches Spiel.
In "Pathology" spielen Medizinstudenten ein mörderisches Spiel. (Concorde)

Milo Ventimiglia wurde durch die Erfolgsserie "Heroes" bekannt; in "Pathology" spielt er einen hochintelligenten Medizinstudenten.
Milo Ventimiglia wurde durch die Erfolgsserie "Heroes" bekannt; in "Pathology" spielt er einen hochintelligenten Medizinstudenten. (Concorde)

Statt Leichen zu obduzieren gehen diese Mediziner lieber auf Menschenjagd.
Statt Leichen zu obduzieren gehen diese Mediziner lieber auf Menschenjagd. (Concorde)

Datum: 21.09.2008

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Diskussion: "Pathology"

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