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The Da Vinci Code - Sakrileg

The Da Vinci Code - Sakrileg

(tsch) Die nächste Dan-Brown-Verfilmung "Angels & Demons" wird gerade gedreht und soll am 14. Mai 2009 in die deutschen Kinos kommen. Tom Hanks wird erneut die Rolle des Robert Langdon übernehmen und kassiert dafür Medienberichten zufolge eine Rekordgage. Davor können Fans ihre Erinnerung an "The Da Vinci Code - Sakrileg" auffrischen. ProSieben zeigt die Verfilmung des gleichnamigen Dan-Brown-Bestsellers von Regisseur Ron Howard zur Primetime. Der Eröffnungsfilm der Filmfestspiele in Cannes 2006 zog allein in Deutschland über 5,5 Millionen Menschen ins Kino, fiel bei den Kritikern allerdings durch. Die im Vorfeld enorm gepushten Erwartungen erwiesen sich als viel zu groß für den eher konventionellen Thriller.

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Drehbuchautor Akiva Goldsman dürfte sich im Klaren gewesen sein, vor welch schwieriger Aufgabe er stand. Millionen Leser in aller Welt kennen den Roman von Autor Dan Brown sehr genau und knüpfen dank dessen bildreicher Sprache präzise Vorstellungen an eine Verfilmung.

Ausgangspunkt ist der Mord am Museumsdirektor des Louvres, der in den Minuten seines Sterbens sein Ableben auf besondere Weise inszeniert. Ein seltsames Verhalten - warum sollte ein Mordopfer so etwas tun? Die Frage ruft Robert Langdon (Tom Hanks), einen Professor für Kunstgeschichte und Symbolik, auf den Plan und gemeinsam mit der französischen Polizei-Kryptografin Sophie Neveu (Audrey Tautou) nimmt er die Ermittlungen auf. Eine Jagd quer durch Europa beginnt. Codes, die es zu entschlüsseln gilt, versteckte Botschaften in Kunstwerken, eine sagenumwobene Bruderschaft, die über zwei Jahrtausende hinweg ein Geheimnis mit sich trug.

Der Film sorgte vor seinem Kinostart in Deutschland wie in den USA gleichermaßen für leidenschaftliche Diskussionen, die die Neugier der Zuschauer anstachelten. Sowohl vonseiten der Kirche, als auch der Wissenschaft hagelte es Kritik. Die einen empfanden das Werk als Ketzerei, die anderen beschwerten sich über die sachlichen Fehler, die schon in der Romanvorlage gemacht wurden. Dabei geht der Film längst nicht so weit wie Dan Browns Buch, das tatsächlich nicht mehr ist als eine schier ewig währende Schnitzeljagd von Rätsel zu Rätsel, von Code zu Code, von Kirche zu Kirche. Es wird einiges weggelassen und gekürzt. Zwar legen die beiden Hauptfiguren den gleichen Weg wie ihre Pendants im Roman zurück, die Hürden bei der Jagd nach dem Heiligen Gral, der - das darf verraten werden - entgegen aller Annahme ja kein Kelch sein soll, wurden arg reduziert.

"The Da Vinci Code" ist opulentes, aufwendiges und über weite Strecken auch beklemmend düsteres Kino. Es dauert rund 90 Minuten, bis es das erste Mal Tag wird. Doch Faszination, womöglich Magie mag sich nur selten einstellen, was auch daran liegt, dass Randfiguren der Geschichte trotz der ausufernden Spielzeit des Films allzu dürftig behandelt werden. Der Gral wird in der Fantasie der meisten Menschen auch danach das bleiben, was er war: der Kelch eines Zimmermanns.

Tom Ruder


Robert Langdon (Tom Hanks) und Sophie Neveu (Audrey Tautou) stehen vor mehr als einem Rätsel.
Robert Langdon (Tom Hanks) und Sophie Neveu (Audrey Tautou) stehen vor mehr als einem Rätsel. (ProSieben / Sony Pictures)

Die Kryptografin Sophie (Audrey Tautou) versucht wichtige Hinweise zu entschlüsseln.
Die Kryptografin Sophie (Audrey Tautou) versucht wichtige Hinweise zu entschlüsseln. (ProSieben / Sony Pictures)

Der unheimliche Silas (Paul Bettany) bedroht Sophie (Audrey Tautou).
Der unheimliche Silas (Paul Bettany) bedroht Sophie (Audrey Tautou). (ProSieben / Sony Pictures)

Datum: 12.10.2008

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Artikel ID 206446

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