(tsch) Nach eher kommerziellen Filmen wie "To Die For", "Good Will Hunting" und "Forrester - Gefunden!" vollendete Regisseur Gus Van Sant mit "Last Days" (2004) seine Low-Budget-Trilogie, der "Gerry" und "Elephant" vorangingen. Alle drei Dramen basieren auf tatsächlichen Ereignissen, entstanden am selben Drehort, ähneln sich stilistisch und beschäftigen sich mit dem Tod. Inspiriert von den Ereignissen rund um den Selbstmord der Nirvana-Legende Kurt Cobain, begleitet Van Sant einen depressiven Sänger in seinen "Last Days" zwischen Drogenrausch und Sexexzess. ARTE wiederholt nun die filmische Hommage, die für die Goldene Palme in Cannes nominiert war.
Anzeige
Umgeben von Menschen, und doch einsam. Angekommen am Ziel, und dennoch nicht zufrieden. So ergeht es dem Rockmusiker Blake (Michael Pitt, "Die Träumer"), der sich auf dem Gipfel seines Erfolges befindet, jedoch dem Leben nichts Positives mehr abgewinnen kann. Der schnelle Ruhm geht einher mit Tour-Stress und Erfolgsdruck, den Blake nur noch mit Drogen bewältigen kann. Die Musikbranche ist oberflächlich und kurzweilig, wahre Freundschaften sind selten. Seine Bandkollegen sind selbst zu tief im Alkohol- und Heroinsumpf versunken, um zu merken, was in ihrem Sänger vorgeht, als er nach dem Abbruch seines Entzugs vor ihnen steht. "Wir nennen die Leute dieser Entourage 'Kaninchen", schildert Regisseur Gus Van Sant, "weil sie ersetzbar sind und wahrscheinlich alle mit allen Sex haben".
Die Mittel, derer sich der Regisseur bediente, sind einfach. Der gesamte Film wurde aus nur einer Kameraperspektive gedreht, kommt ohne viele Worte aus und lässt die Figuren und ihre Umgebung stattdessen einfach wirken. Fast schleichend folgt ihnen der Zuschauer in dialogarmen Einstellungen, die von vielsagender Musik begleitet werden. Der Song "That Day" des Hauptdarstellers Michael Pitt (er ist Sänger der Alternativ-Rockband Pagoda) überzeugt, auch wenn er die Genialität von Kurt Cobains Musik nicht erreicht.
Am 5. Dezember kommt Gus Van Sant mit einem tatsächlichen Biopic in die amerikanischen Kinos: "Milk" mit Sean Penn in der Hauptrolle handelt vom Leben des ersten bekennend homosexuellen Stadtrats von San Francisco, der 1978 gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister erschossen wurde.
Bernd Fetsch
Blake (Michael Pitt) verliert sich immer mehr in Drogenexzessen, seine Musik interessiert ihn kaum noch. (ARTE F / HBO)
Blake (Michael Pitt) verbringt seine Zeit am liebsten allein im Wald. (ARTE F / HBO)
Der Sänger und Musiker Blake (Michael Pitt) zieht sich immer mehr zurück und verliert zunehmend die Bindung zu seinem Umfeld. (ARTE F / HBO)
Ultraviolet
"Resident Evil" zum Vierten: "Afterlife" befindet sich derzeit in Vorbereitung und soll am 16. September 2010 in die Kinos kommen. In den vergangenen Wochen hatten Hauptdarstellerin Milla ...
Gut möglich, dass man dieser Elektra schon einmal begegnet ist. Eine Kriegerin, sinnlich, rachsüchtig und dunkel, mit perfektem Körper und erstaunlichen Kampftechniken. Es war in der wenig erfolgreichen ...
Weit über 200 Millionen Dollar soll die Reaktivierung des größten Superhelden der Kinogeschichte gekostet haben. Was ja keineswegs automatisch einen guten Film garantiert, wie genügend Beispiele in der ...
2011 wird ein Super-Kinojahr: Unter anderem wollen "Superman", "Captain America", "The Green Lantern" und "Thor" die Leinwände erobern. Geplant sind außerdem drei weitere "X-Men"-Abenteuer: "Deadpool" ...
Ein Mauerblümchen und sein großer Traum: endlich so hip, gestylt und beliebt zu sein wie die Schönheiten auf den Titelbildern der Frauenzeitschriften. So nachvollziehbar die Geschichte auch beginnt, so ...
Sie singt, sie tanzt und arbeitet als Schauspielerin, sie sieht gut aus, ist wahnsinnig erfolgreich und glücklich verheiratet - Beyoncé Knowles ist ein wahres Wunderwesen. Daher lag die Wahl wohl nahe, ...
Anzeige
Konzert-DVD im Stream Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream