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Hellboy: The Science of Evil

Jenseits von Gut und Böse

Pünktlich zum Start der Comicverfilmung "Hellboy: Die Goldene Armee" veröffentlicht Konami ein Konsolenspiel mit dem Teufelskerl. Leider kein sonderlich gutes ...

(tsch) Das Monstrum Hellboy mag unter all den strahlenden Comic-Helden dieser Tage ziemlich einzigartig sein - das Spiel, das pünktlich zum zweiten Kinoabenteuer des feuerroten Dämons auf den Markt kommt, ist es allerdings nicht. Im Gegenteil: Was Konami Konsolengamern da zumutet, scheint einem Baukasten für seelenlose Action-Adventures entsprungen zu sein - trotz der künstlerischen Beihilfe von "Hellboy"-Schöpfer Mike Mignola und Kinoregisseur Guillermo del Toro.

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Bei der Entwicklung von "The Science of Evil" muss es regelrecht mit dem Teufel zugegangen sein. Das Spiel, das für PS3, Xbox 360 und PSP erscheint, folgt weder der Geschichte des aktuellen Kinofilms "Hellboy 2: Die Goldene Armee", noch hat es sonst einen erwähnenswerten Erzählstrang aufzuweisen. Stattdessen schlägt sich der Teufelskerl gewohnt hemdsärmlig mit steinerner Faust durch sechs in sich geschlossene Kapitel und Heerscharen von Gnomen, Werwölfen, Dämonen und mutierten Gorillas.

Für Abwechslung im monotonen Akkord-Geprügel, wenngleich rein optischer Natur, sorgen allenfalls die unterschiedlichen Locations. Den Satansbraten verschlägt es unter anderem in die Karpaten, nach Japan, Tunesien und in die Unterwelt. Rätsel gibt es dabei nur wenige zu lösen. Dafür schalten versteckte Artefakte allerhand Boni frei - unter anderem Interviews mit den Kreativköpfen Del Toro und Mignola, aber auch mit den Darstellern Ron Pearlman und Selma Blair. Diese liehen ihren virtuellen Pendants sogar die Stimmen, eine Übersetzung ins Deutsche sparte sich Konami jedoch.

Grafisch ist "Hellboy" mit seinen klobigen Figuren, verwaschenen Texturen und halbwegs ansehnlichen Effekten der Pixel-Hölle näher als dem Himmel. Und auch der Umfang lässt zu wünschen übrig. Es braucht aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades deutlich weniger als 666 Minuten, ehe der Abspann über den Bildschirm läuft. Sofern überhaupt jemand diese Engelsgeduld aufbringt ...

Bernd Fetsch




Datum: 03.10.2008

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