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Der Museumsbesuch

Von wegen angestaubt

(tsch) Der Sommer 2008 hat Deutschland nicht gerade mit Sonne verwöhnt. Fast schon ungläubig blickt manch einer aus dem Fenster und sieht einen Regentag nach dem anderen an sich vorbeiziehen. Essig ist es also mit Grillen am See oder einem gemütlichen Schwimmbad-Besuch. Aber auch die trüben Tage können mit spannenden Ausflügen gefüllt werden. Vor allem die zahlreichen Museen in Deutschland lassen keine Langeweile aufkommen. Wo sonst bekommt man alles über Kultur, Wissenschaft und Geschichte so komprimiert zu sehen? Einen guten Überblick bieten da die bisweilen sehr lebendigen Internetauftritte, die das manchmal etwas dröge Image der Museen endgültig ins Gegenteil kehren.

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Wer Kunst der neuesten Generation schätzt, sollte sich einen Gang in die Münchner Pinakothek der Moderne nicht entgehen lassen. Erwartungsgemäß präsentiert sich das Haus auch im Internet (www.pinakothek.de) sehr modern: klare Linien, minimal, funktional. Über verschiedene Links lässt sich auf den Infotafeln alles Wissenswerte über das Museum erfahren. Einige wenige Bilder zu den verschiedenen Ausstellungen bringen einen ungefähren Überblick dessen, was den Betrachter beim Besuch erwartet. Momentan findet unter anderem eine Sonderausstellung über den Architekten Sep Ruf statt, der vor allem durch den Bau des Bonner "Kanzlerbungalow" deutschlandweit bekannt wurde.

Im Design weniger innovativ und mehr auf ausführliche Information ausgelegt ist die Internetseite des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin (www.smb.spk-berlin.de) . Die etwas inspirationslose Beschreibung der verschiedenen Exponate steht eigentlich nicht im Verhältnis zu der ausführlichen Fotostrecke und einer zusätzlichen Bildergalerie. Ein Blick auf die zahlreichen Funde aus aller Welt regt sofort die Fantasie an. Von einfachem vorchristlichen Handwerkzeug bis zu virtuos angefertigtem Schmuck sind unzählige, jahrtausendalte Ausstellungsstücke zu sehen. Einen Einblick liefert die Internetseite auch zu verschiedenen Forschungen und Restaurierungsmaßnahmen.

Momentan ist die Welt im Olympia-Fieber. Trotz der politisch aufgeheizten Sommerspiele in Peking fasziniert der Wettbewerb immer wieder aufs Neue. Kein Wunder, dass auch das Deutsche Sport- und Olympiamuseum in Köln besonders großen Zulauf hat. Seine Homepage www.sportmuseum-koeln.de gleicht allerdings einem olympischen Hindernisparcours. Viele Buttons führen zur Unübersichtlichkeit. Es wird mehr der Fokus auf die aktuelle Sonderausstellung "Olympia - Werte, Wettkampf, Weltereignis" gelegt als auf die ständigen Exponate. Im Rahmen dieser Ausstellung gibt es übrigens auch die Möglichkeit, eine Reise nach Griechenland zu den antiken olympischen Stätten zu buchen. Eine etwas überschaubarere Informationsdarbietung hierzu wäre wünschenswert.

Keine Wünsche offen lässt dagegen das Internetportal des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: www.hdg.de. In der ehemaligen Hauptstadt Bonn ist das Museum beheimatet und beschreibt anhand verschiedenster Gegenstände aus Alltag und Technik die Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf der sehr klar strukturierten Seite wird knapp und informativ das Wichtigste zum Museum aufgeführt. Eine virtuelle Führung durch das Gebäude weckt zudem das Interesse. Aktuell werden in der Sonderausstellung "Melodien für Millionen - Das Jahrhundert des Schlagers" unter anderem der gläserne Flügel von Udo Jürgens oder Catharina Valentes Gitarre ausgestellt.

Wer wissen will, wie sein Körper funktioniert, der kann einen Besuch im Deutschen Hygienemuseum in Dresden unternehmen (www.dhmd.de). Die bunte Internetseite gefällt durch ihre Benutzerfreundlichkeit. Das Museum bietet die Homepage in fünf Fremdsprachen, unter anderem auch in Tschechisch und Polnisch an. Das Haus stellt momentan die Frage "Glück - welches Glück?". So heißt die aktuelle Sonderausstellung, die versucht, den Begriff "Glück" philosophisch, biologisch und kulturell zu beleuchten. Ein kleiner Film zur Ausstellung komplettiert das gute und übersichtliche Informationsangebot.

Daniel Dreßler


Einen guten Überblick über ihre Exponate bietet die Internetseite der Münchner Pinakothek der Moderne.
Einen guten Überblick über ihre Exponate bietet die Internetseite der Münchner Pinakothek der Moderne. (www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/)

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte besitzt eine sehr konservative, aber auch informative Homepage.
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte besitzt eine sehr konservative, aber auch informative Homepage. (www.smb.spk-berlin.de/smb/sammlungen/details.php?lang=de&)

Oftmals zu unübersichtlich ist die Homepage des Deutschen Sport- und Olympiamuseums in Köln.
Oftmals zu unübersichtlich ist die Homepage des Deutschen Sport- und Olympiamuseums in Köln. (www.sportmuseum-koeln.de)

Datum: 21.08.2008

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Diskussion: "Der Museumsbesuch"

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