28 Days Later: Zombiefilm von Danny Boyle
28 Days Later(tsch) Wenn zombieartige Wesen über die Leinwand schlurfen, stellt sich beim Zuschauer nicht selten eher Grinsen denn Schauder ein. Doch fern von aller Lächerlichkeit inszenierte Danny Boyle "28 Days Later" (2002) als gelungene Mischung aus wilden Schockelementen und ruhigen Sequenzen. RTL II zeigt nun erneut das phänomenale Low-Budget-Gruselstück über Menschen, die zu Monstern werden. Aufgrund des großen Erfolges des Horrorstreifens folgte 2007 die Fortsetzung "28 Weeks Later". Anzeige Die Story führt in ein Forschungslabor in London, aus dem militante Tierschützer die eingesperrten Kreaturen befreien wollen und dabei eine fatale Ereignislawine lostreten. Denn die Primaten sind mit einem tödlichen und sich rasend schnell verbreitenden Virus infiziert, das auf den Namen "Rage" (deutsch: Wut) getauft wurde. Kommt ein Mensch damit in Kontakt, verwandelt er sich innerhalb von Sekunden in eine mörderische Bestie. 28 Tage, nachdem nun unfreiwillig die Büchse der Pandora geöffnet wurde, wacht Jim (Cillian Murphy) allein in einem Krankenhaus auf. Er taumelt durch die verwaiste Stadt und trifft andere Überlebende wie Selina (Naomie Harris), Hannah (Megan Burns) und Frank (Brendan Gleeson). Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Manchester, denn hier soll eine kleine Armeeeinheit die Situation im Griff haben. Doch nicht nur die Fahrt im Auto durch das verwüstete England erweist sich als gefährlich. Die Soldaten haben auch eine ganz eigene Vorstellung vom Erhalt der Menschheit ... Danny Boyle ("Sunshine") zeigt, wie eine kleine, aber extrem starke Schauspielcrew und ein gelungenes Drehbuch aus der Feder von Alexander Garland ("The Beach") auch eine Produktion mit bescheidenem Budget in einen gut funktionierenden und intelligenten Horrorfilm verwandeln können. Erst zum rätselhaft bittersüßen Ende hin verfällt auch Boyle in den Genre-üblichen Blutrausch. Macht aber nichts, weil die Spannung stimmt. Gerd Hilber |
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