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Things We Lost In The Fire

Things We Lost In The Fire

(tsch/vm) Die dänische Regisseurin Susanne Bier bekam mit „Things We Lost In The Fire“ ihre Chance, sich in Hollywood zu etablieren. Ihr Film floppte jedoch an den Kinokassen. Das hochkarätig besetzte Drama machte Tod und Trauer zu seinem Thema: nicht gerade Themen, die ein großes Publikum begeistern. Und dieses inszeniert die Filmemacherin in großen Gesten und Sätzen, mit unzähligen Close-ups auf das trauernde Gesicht Halle Berrys, deren Figur im Film plötzlich verwitwet und ab dann nur noch den Verlust ihres Mannes zu bewältigen versucht. Das Problem von „Things We Lost In The Fire“ ist, dass sein Thema sehr gut in einen kleinen dänischen Film gepasst hätte, in einer Hollywood-Produktion jedoch etwas deplaziert wirkt. Nichtsdestotrotz ist das düstere Drama auf jeden Fall sehenswert; sein Publikum dürfte jedoch sehr klein ausfallen.

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Sam Mendes produzierte "Things We Lost In The Fire" (2007), und das lässt aufhorchen. Schließlich bescherte der britische Regisseur dem Publikum das Jahrhundertwerk "American Beauty" (1999). Regie führte hier jedoch Susanne Bier, die von Sam Mendes damit in Hollywood eingeführt wurde. Die Dänin drehte unter anderem den bewegenden Film "Open Hearts" (2002), der ihre Feinfühligkeit mit heiklen Themen unter Beweis stellte. In dem starbesetzten Drama "Things We Lost In The Fire" setzt sie sich mit dem Tod eines geliebten Menschen auseinander. Im Kino floppte der nun auf DVD erscheinende, düstere Film.

Sie waren so ein attraktives Paar, David Duchovny, der sich mit der großartigen Serie "Californication" gerade vom "Akte X"-Image befreit, und Oscar-Preisträgerin Halle Berry. Sie führten mit perfekten Kindern eine Ehe, die reibungslos funktionierte. Eines Abends fährt ein Polizeiwagen vor und der Beamte erklärt Audrey (Berry) das Unfassbare: Burke, ihr Mann, ist tot.

Im Anschluss arbeitet Susanne Bier mit Rückblenden, befriedigt damit beim Zuschauer das Bedürfnis, mehr über diesen Mann und diese Beziehung zu erfahren. Sie geht ganz nah ran an den Tod und die Trauer. Schließlich stellt Bier die Frage, wo man anfangen soll, wenn man die Liebe verliert? Mit Reaktionen, die sich logisch nicht erklären lassen. So spricht Audrey mit dem Junkie Jerry (Benicio Del Toro), dem Freund ihres Mannes, den sie am wenigsten mochte. Audrey lässt ihn in der Garage wohnen, und er schenkt den Kindern und manchmal auch ihr eine Normalität, die gut tut.

Benicio Del Toro ist eine Gewalt. Es füllt die Leinwand, er wirkt zerfurcht und krank. Nicht immer bebildern die extremen Nahaufnahmen ein Gefühl. Es gibt Momente, in denen nichts weiter passiert, der Film sich wortlos einige Sekunden in Halle Berrys aufregendem Gesicht verliert. Herausziehen kann man dennoch vieles, vielleicht die unterschätzte Qualität von Freundschaft oder nur die Erkenntnis, dass jeder alleine weitermachen muss. Dies behandelt die Dänin mit dem Drehbuch von Allan Loeb in großen Sätzen und Gesten, mit eben jenen Bildern, die ganz nah rangehen.

Die Bildqualität der DVD überzeugt mit Klarheit und großer Detailschärfe. In den unzähligen Nahaufnahmen erkennt man die Haut bis ins kleinste Detail. Der Sound wird in dem ruhigen Drama wenig gefordert, die Dialoge sind verständlich. Bei den Extras geben die entfallenen Szenen mehr Einblicke in Jerrys Drogensumpf. Hinter dem Featurette "Eine Diskussion über 'Things We Lost In The Fire'" verbirgt sich ein informatives Making Of mit Film-Erklärungen der Regisseurin und der Produzenten.

Alfred Kunze

bewertungsbox

bildformat 2,35:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Türkisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch
extras Featurette: "Eine Diskussion über 'Things We Lost In The Fire'" ; Entfallene Szenen
laufzeit 117 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton befriedigend
bewertung extras befriedigend

Credits:
(USA 2007, R: Susanne Bier, D: Halle Berry, Benicio Del Toro, David Duchovny u.a.)


Eine junge Witwe und ein Drogenabhängiger erleben in "Things We Lost In The Fire" extreme Höhen und Tiefen.
Eine junge Witwe und ein Drogenabhängiger erleben in "Things We Lost In The Fire" extreme Höhen und Tiefen. (Paramount)

Audrey Burke (Halle Berry) kann den Tod ihres Mannes einfach nicht verarbeiten.
Audrey Burke (Halle Berry) kann den Tod ihres Mannes einfach nicht verarbeiten. (Paramount)

Der drogenabhängige Jerry (Benicio Del Toro) nimmt zu Dory (Micah Berry) vorsichtig Kontakt auf.
Der drogenabhängige Jerry (Benicio Del Toro) nimmt zu Dory (Micah Berry) vorsichtig Kontakt auf. (Paramount)

Datum: 19.10.2008

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