No Man's Land - The Rise Of Reeker
(tsch/cg) Wenn man den Plot des Splatter-Films „No Man's Land - The Rise Of Reeker“ jemanden nacherzählen müsste, klänge das schon ziemlich verrückt und auch irgendwie nicht ernst zu nehmen: Ein übel riechendes Gespenst jagt ein paar Leute, die sich ohne ihr Wissen in einer surrealen Welt aufhalten, in der man auch mit einem zertrümmertem Schädel einfach weiterläuft und -spricht oder gegen unsichtbare Wände fährt. Das Ganze klingt irgendwie nach Robert Rodriguez und seine aberwitzigen Splatter-Komödien „Planet Terror“ und „From Dusk Till Down“. Und in der Tat ist Regisseur Dave Payne mit „No Man's Land - The Rise Of Reeker“ ein sehr witziger und trotz niedrigen Budgets auch durchaus gut aussehender Splatter-Horror gelungen. Man muss sich schon auf Einiges einlassen, um das zu mögen, aber es lohnt sich.
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Geschichten über Untote sind eine Spezialität von Regisseur Dave Payne. Mit "Reeker" (2005) schuf er einen veritablen Low-Budget-Splatter über einen Geist, der in der Prärie sein Unwesen treibt. Auch in seinem neuesten Streifen "No Man's Land - The Rise Of Reeker" (2008), der jetzt als DVD-Premiere erscheint, malträtiert ein übel riechendes Gespenst im kalifornischen Death Valley eine Handvoll Menschen, die sich nach einer Tankstellenexplosion in einer Zwischenwelt aufhalten.
Drei Casino-Räuber sind auf der Flucht und machen Rast an einer Tankstelle mitten im Death Valley. Dort befindet sich auch Sheriff McAllister (Robert Pine), der zusammen mit seinem Sohn und Nachwuchssheriff Harris (Michael Muhney) die Jungs dingfest machen will. Es kommt zu einer Schießerei, bei der die Tankstelle in die Luft fliegt. Von da an sind die Beteiligten zwischen Leben und Tod gefangen und müssen sich gegen den "Reeker" (zu deutsch: Stinker) wehren, einen halb verwesten Geist, der Jagd auf Menschen macht.
Was sich wie ein hanebüchener Plot anhört, entwickelt sich zu einem aberwitzigen, surrealen Horrortrip: Erst nach und nach wird der Gruppe bewusst, dass sie sich in einer Welt befindet, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind. Sie fahren mit Autos gegen unsichtbare Wände und können trotz zerfetztem Schädel weiterhin sprechen und laufen. Dank glänzend aufgelegter Darsteller und passabler Spezialeffekte ist "No Man's Land - The Rise Of Reeker" ein recht amüsantes Horror-Filmchen, das zu Anfang zwar etwas langatmig ist, gegen Ende aber richtig Fahrt aufnimmt.
Trotz geringem Budget macht der Splatter sowohl optisch, als auch akustisch einiges her. Zwar sind die Aufnahmen teilweise etwas unscharf, gefallen aber mit leuchtenden Farben. Der fette Sound, wahlweise in Dolby Digital oder DTS abspielbar, kann besonders in den effektgeladenen Szenen punkten. Der Bonus-Teil mit einigen launigen Kommentaren aller Beteiligten am Set ist nicht besonders üppig ausgefallen. Er vermittelt aber gut die äußerst lockere Atmosphäre beim Dreh und informiert unter anderem über die Entstehung der Spezialeffekte.
Auch als Blu-ray-Disc (VÖ: 17.10.2008) erhältlich.
Daniel Dreßler
bewertungsbox
| bildformat |
1,78:1 (anamorph) |
| sprachen |
Deutsch (DD 5.1 / DTS 5.1), Englisch (DD 5.1) |
| untertitel |
Deutsch |
| extras |
Featurettes: "Hinter den Kulissen", "Das Team", "Cast und Crew" |
| laufzeit |
84 Min. |
| tonsystem |
Dolby Digital / DTS |
| regionalcode |
Regionalcode 2 |
| preis |
ca. 16 Euro |
| bewertung bild |
befriedigend |
| bewertung ton |
gut |
| bewertung extras |
befriedigend |
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Credits: (USA 2008, R: Dave Payne, D: Desmond Askew, Mircea Monroe, Robert Pine u.a.)
Wertung 
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| In "No Man's Land - The Rise Of Reeker" treibt ein übel riechender Untoter im Death Valley sein Unwesen. (Capelight) |
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| Sheriff McAllister (Robert Pine, rechts) und sein Sohn Harris (Michael Muhney) machen Jagd auf Casino-Räuber. (Capelight) |
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| Alex (Stephen Martinez) und Maya (Mircea Monroe) finden sich in einer unheimlichen Zwischenwelt wieder. (Capelight) |
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