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Der seltsame Fall des Benjamin Button: Liebesdrama mit Brad Pitt

Der seltsame Fall des Benjamin Button

Die bisherige Zusammenarbeit David Finchers mit Brad Pitt stand unter einem guten Stern. Zweimal drehte der Regisseur mit dem Hollywood-Star, und beide Male gelang ihm ein Meisterwerk: Seine düsteren Filme „Sieben“ (1995) und „Fight Club“ (1999) avancierten zum Kult. Seitdem sind neun Jahre vergangen, die dem Regisseur keine großen Kinoerfolge bescherten. Nun setzt er wieder auf Brad Pitt, doch diesmal versucht sich Fincher in einem für ihn recht ungewöhnlichen Genre: dem Drama. Sein neues Werk „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ ist eine Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald (u.a. „Der große Gatsby“) aus dem Jahr 1922, die von einem Mann erzählt, der im Laufe seines Lebens immer jünger wird. Der Film wird ab dem 29. Januar 2009 in den deutschen Kinos zu sehen sein.

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Regie: David Fincher
Hauptrollen: Brad Pitt, Cate Blanchett, Tilda Swinton
Kinostart: 29. Januar 2009
Verleih: Warner

“Mein Name ist Benjamin Button und ich wurde unter ungewöhnlichen Umständen geboren. Während alle anderen älter wurden, wurde ich jünger. Als einziger.“ So stellt sich Button (Pitt) dem Zuschauer vor. In diesen wenigen Worten schwingt schon die Tragik seines Schicksals mit: Er wird nie ein normales Leben führen oder eine normale Liebesbeziehung haben können.

Doch er versucht es: Der als Greis geborene und nun im Alter von 50 ganz ansehnlich aussehende Mann verliebt sich in die 30-jährige Daisy (Cate Blanchett). Die Liebe der beiden wird jedoch bald auf die Probe gestellt, denn während die Frau immer älter wird, schreitet Benjamins stete Verjüngung fort und ruft bei ihr Eifersucht und Unsicherheit hervor.

Die Unmöglichkeit seiner Liebe zu Daisy ist nicht die einzige traurige Konsequenz von Benjamins Besonderheit. Ob im Kindergarten, an der Universität oder in seiner Vaterrolle: Nirgendwo scheint der immer jünger werdende Mann richtig am Platz zu sein. Doch irgendwie meistert er sein Leben und zwar bis in die letzte Konsequenz: seine langsame Verwandlung in ein Säugling mit dem Gesicht eines Greises…

Außer Brad Pitt und Cate Blanchett, die bereits einmal ein Paar spielten (in „Babel“), sind in Finchers neuem Film auch die in letzter Zeit sehr populär gewordene Tilda Swinton („Michael Clayton“, „Burn After Reading“) sowie Julia Ormond („Legenden der Leidenschaft“) zu sehen. Der Regisseur inszenierte Fitzgeralds ausgefallenen Fantasy-Stoff als ein episches Kostümdrama.

Ob ihm das eine Oscar-Nominierung einbringt, bleibt abzuwarten. In den USA startet „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ dafür gerade noch rechtzeitig am 25. Dezember 2008 – ein sicheres Zeichen dafür, dass die Macher den Film als Oscar-Kandidaten sehen. Und Rollen, in denen die Schauspieler extreme Verwandlungen bewältigen müssen, sind bei der Academy sehr beliebt, wie die letzten Jahre gezeigt haben. Siehe zuletzt Forest Whitaker als Idi Amin in „Der letzte König von Schottland” (2007), Philip Seymour Hoffman als Truman Capote in „Capote“ (2006) oder Jamie Foxx als Ray Charles in „Ray“ (2005). Aber vor allem Daniel Day-Lewis‘ Oscar-gekrönte tour de force in „There Will Be Blood“ (2008) ist ein Hinweis darauf, dass Brad Pitt seinen ersten Hauptdarsteller-Oscar erhalten wird.

Christian Gehl


Szene aus "Der seltsame Fall des Benjamin Button": Brad Pitt und Cate Blanchett (Warner)
Szene aus "Der seltsame Fall des Benjamin Button": Brad Pitt und Cate Blanchett (Warner)

Cate Blanchett in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Warner)
Cate Blanchett in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Warner)

"Der seltsame Fall des Benjamin Button": Brad Pitt als alter Mann in der Verfilmung einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald (Warner)
"Der seltsame Fall des Benjamin Button": Brad Pitt als alter Mann in der Verfilmung einer Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald (Warner)

Datum: 05.11.2008

 
Artikel ID 90000079

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