|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
Notwendige EinsamkeitSchauspielerin Maria Schell (tsch) Es ist drei Jahre her, da hatte Maria Schell ihren letzten Auftritt. In Wien war das damals. Ihr Bruder Maximilian stellte dort bei der Premiere die Dokumentation "Meine Schwester Maria" vor. Ein offenes, herzliches, aber nicht beschönigendes Portrait jener Schauspielerin, die einst mit O.W. Fischer das Traumpaar des deutschen Films bildete, die nie das "Seelchen" sein wollte, als das man sie beschrieb und die darüber hinaus eine Künstlerin war, von der weit mehr bleibt als das leichte Kino, das sie populär machte. Im Alter von 79 Jahren starb Maria Schell am Dienstagabend auf ihrer Alm in Kärnten an den Folgen einer Lungenentzündung. "Ich will 120 Jahre alt werden", verkündete Maria Schell Mitte der 90er-Jahre während der Dreharbeiten zu dem WDR-Tatort "Heilig Blut", in dem sie eine strenge Äbtissin spielte. Darauf folgte nurmehr noch eine kleinere Rolle in einer Degeto-Produktion. Danach zog sie sich aus gesundheitlichen Gründen zurück und lebte in ihrem Bauernhaus. Einige Interviews gab es und schließlich das filmische Portrait des Bruders über jene Frau, die einst an der Seite Gary Coopers sogar die Herzen der Amerikaner gewann. Geboren wurde Maria Schell am 15. Januar 1926 in Wien als Tochter eines Schweizer Schriftstellers und einer österreichischen Schauspielerin. Ab 1938 lebte sie zusammen mit ihren drei Geschwistern in der Schweiz. Früh bekam sie erste kleine Filmrollen, Sigfrit Steiner drehte 1942 mit ihr - sie war 16 - den Film "Steibruch". Ihr großen Debüt auf deutschen Leinwänden gab die Schell 1950 an der Seite von Dieter Borsche. Das Jugert-Melodram "Es kommt ein Tag" wurde zu einem Riesenerfolg, und die Karriere der talentierten, bildhübschen Hauptdarstellerin begann. Die Klatschjournale konzentrierten sich damals allerdings weniger auf die schauspielerischen Fähigkeiten der Neuentdeckung als vielmehr auf die Affäre, die sich zwischen Maria Schell und dem 20 Jahre älteren, verheirateten Borsche entwickelte. Umso aufmerksamer wurde im darauf folgenden Jahr das kitschige Rührstück "Dr. Holl" verfolgt, in dem das skandalumwitterte Paar erneut vor der Kamera stand. Die Kritiker buhten, das Publikum heulte, und Maria Schell - die spätere Traumpartnerin O.W. Fischers ("Mein Gott, war der Otto schön") - erhielt neben ihrem ersten Bambi als Publikumsliebling das zu Unrecht verliehene, von ihr verhasste Prädikat des "Seelchens" verpasst. Der internationale Durchbruch gelang der Blonden mit den veilchenblauen Augen in Helmut Käutners Antikriegsfilm "Die letzte Brücke". Für die Rolle der selbstlosen deutschen Ärztin Helga wurde Maria Schell 1954 in Cannes als beste Darstellerin mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Drei Jahre später winkte Metro-Goldwyn-Mayer mit einem Siebenjahresvertrag. Das Hollywood-Angebot bescherte der gefühlsbetonten Diva ("Die Frau ist verurteilt zur Liebe, der Beruf der Frau ist Liebe") die Zusammenarbeit mit Yul Brynner, Gary Cooper und Glenn Ford, von dem die Ex-Ehefrau des Regisseurs Horst Hächler rückblickend sagte: "Ich hätte ihn sofort geheiratet - aber als er wollte, war ich schon vergeben." Wie groß die internationale Anerkennung für Maria Schell war, belegt die Aussage von Marlon Brando, mit dem sie 1978 zusammen für den Blockbuster "Superman" vor der Kamera stand: "Sie ist das Beste aus Deutschland seit Ludwig van Beethoven." Erstaunlich nüchtern kommentierte "Gritli" (so ihr jugendlicher Kosename) später den MGM-Vertrag, der sie in die USA gebracht hatte: "Natürlich habe ich mich gefreut, aber im Grunde ging es mir immer darum, das nächste neue Leben anzutreten und nach Möglichkeit auf einer guten Ebene, mit den besten Regisseuren und den besten Partnern." - Ein neues Leben begann die gefeierte Kinolegende und erfolgreiche Fernsehdarstellerin auch nach ihrem Selbstmordversuch, mit dem sie im April 1991 die Öffentlichkeit erschütterte. Eine Frau hatte nach großen Film-Erfolgen mit der eingekehrten Stille und der Realität des Alters zu kämpfen. 1988 hatte sie sich von ihrem zweiten Ehemann, dem österreichischen Schauspieler Veit Relin, nach 22 Jahren Ehe scheiden lassen. "Ich war damals nach den Dreharbeiten der Sterbeszenen für 'Die glückliche Familie' irrsinnig müde und in einer Krise. Ich wollte nur meine Ruhe haben und griff deshalb zu den Tabletten", begründete die vierfache Großmutter nach ihrer Genesung den erschreckenden "Seelenunfall", nach dem ihr vor allem ihre Kinder, darunter Marie-Theres Relin, wieder auf die Beine halfen. "Diese schwere Krise in meinem Leben war wie eine Explosion, aber notwendig. Keine künstlerische Begabung wäre zu außergewöhnlichen Leistungen fähig, wenn sie nicht die Licht- und Schattenseiten ganz intensiv empfinden würde." Über die Karriere, das räumte sie stets ein, seien die Kinder zu kurz gekommen. "Ein Fehler." So nahm sie sich in den letzten Jahren vor, "die beste Großmutter" zu sein. Das Grundstück in Kärnten bot sich an: "Ich möchte hier ein richtiges Paradies für Kinder schaffen." Doch entwickelte sich hier auch die Sehnsucht nach Zurückgezogenheit, nach Momenten der Ruhe am Ende eines erfüllten Lebens. "Einsamkeit ist etwas, das man braucht, um zu wachsen und zu reifen. Wir alle haben ein Stück Einsamkeit am Tag nötig, um endlich das zu tun, was wir wirklich möchten." Kai-Oliver Derks |
| Walk the Line | |
| "Hello, I'm Johnny Cash." Mit diesem bescheidenen Gruß eröffnete der legendäre Sänger seine Konzerte auch noch, als ihm die Welt schon zu Füßen lag. Das US-Biopic "Walk the line" (2005), das nun mit etwas ... | |
| Sag niemals nie | |
| "Nie mehr", sagte Sean Connery den Produzenten und kehrte - nach seinem sechsten Bond-Abenteuer - der Leinwand und seinen Fans den Rücken. Zwölf Jahre später bekam er ein exzellentes Drehbuch, hochkarätige ... | |
| Sean Connery hat für "Indiana Jones 4" immer noch nicht unterschrieben | |
| Wer so ein richtiger Sir ist, der lässt sich halt gerne auch mal länger bitten: Wie "Variety" berichtet, habe sich Sean Connery - obwohl die Dreharbeiten bereits im Juni beginnen sollen - immer noch nicht ... | |
| Helden der Nacht | |
| "We own the night." Die Nacht gehört uns, so heißt "Helden der Nacht" im Original und so hieß der Slogan der New Yorker Polizei in den Achtzigern, als sie der russischen Mafia den Kampf ansagte. Regisseur ... | |
| Mit Schirm, Charme und Melone | |
| "Mission: Impossible", "Ein Duke kommt selten allein", "Starsky & Hutch", "3 Engel für Charlie", "Miami Vice" - so manches Stück TV-Unterhaltung aus längst vergessenen Tagen feierte in den letzten Jahren ... | |
| Indiana Jones und der letzte Kreuzzug | |
| Die Karten sind vorbestellt, vielerorts sogar schon für die Mitternachtsvorführung. Das Indy-Fieber ist wieder ausgebrochen. Ein seltenes Phänomen, das in dieser Form nur mit der Neuauflage von "Star Wars" ... |
![]() Konzert-DVD im Stream ![]() Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream |