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Supertramp Retrospectable - The Supertramp AnthologyAnzeige Auf dieser Doppel-CD gibt es 32 Songs - das macht im Schnitt einen pro wiedergespiegeltem Karrierejahr dieser so seltsamen wie hochklassigen Truppe aus London. 1970 veröffentlichten sie ihr erstes Album, 2002 ihr bis dato letztes. Richtig groß waren natürlich "nur" die Jahre 1975 bis 1982, in denen Supertramp mit fünf Alben und Single-Hits wie "School", "Give A Little Bit", "The Logical Song", "Breakfast In America" oder "It's Raining Again" Musikgeschichte schrieben. Das an sich ist sensationell, denn der verwobene, schräge, kopflastige Sound der Truppe um die Masterminds Rick Davis und Roger Hodgson - denen tatsächlich als die "Lennon / McCartney der 70er-Jahre" gehuldigt wurde - und nicht einmal zu Unrecht - passte so gar nicht in die ausklingenden Siebziger mit ihren Discostomparien und Tralalahymnen oder dem aufkeimenden hartmetallischen Gekreische. Okay, aber an der Truppe war alles seltsam: Gegründet, weil ein Millionär ein wenig Spielgeld übrig hatte, zusammengebastelt mit Hilfe von Zeitungsannoncen, benannt nach einem Buch über den größten aller Rumtreiber - den Supertramp eben. Dann trieben sich die Kameraden dank Davies' rockig-experimentellen Songs und Hodgsons Kunst, seine melancholisch jammrige Stimme wunderbar sanft über honigsüße Popklänge zu legen, Jahre lang in den höchsten Chartspositionen herum, verkauften weltweit Tourneen aus - und versauten sich mehr Ruhm, Erfolg und Kohle aufgrund von marginalen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Hauptkreativen. Bezeichnenderweise nach dem Album "Famous Last Words" (1982) warf Hodgson die Brocken hin - und floppte mit seinen Solo-Alben ebenso wie Davies' Rest-Supertramp mit den folgenden Gruppen-Werken. Das alles lässt sich jetzt auf diesem Karriere umspannenden Werk nachatmen, nachgenießen. Supertramp waren eine große Band, die mehr als nur eine Fußnote in den Annalen der Musik verdient haben. Diese Anthologie ist eine runde Geschichte, richtig entspannt, richtig schön. Selten war Supertramp so harmonisch wie hier und jetzt. Vielleicht ist es die Altersweisheit. Jürgen Winzer |
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